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Reklamation: Recht auf einwandfreie Lebensmittel

© Pumba - fotolia.com

Kunden haben ein Recht auf einwandfreie Ware – das gilt auch für Lebensmittel. Täuschende Etiketten oder verdorbene Lebensmittel braucht niemand hinzunehmen. Statt tatenlos zuzusehen, sollten Kunden lieber gezielt reklamieren, was ihnen bitter aufstößt. Das hilft auch anderen Verbrauchern und macht Händler aufmerksamer.

Richtig reklamieren

Der Händler, bei dem Sie das Lebensmittel gekauft haben, ist der erste Ansprechpartner für eine Reklamation. Er ist dafür verantwortlich, dass die Ware zum Zeitpunkt des Kaufs einwandfrei ist. Sie sollten mangelhafte Lebensmittel daher direkt im Geschäft reklamieren. In diesem Fall muss der Händler das beanstandete Produkt durch ein einwandfreies ersetzen oder dem Kunden das Geld zurückerstatten. Gegebenenfalls kann auch über eine Preisminderung gesprochen werden. Fällt der Mangel erst zu Hause auf, ist der Kassenbon ein wichtiges Beweismittel. Nimmt der Händler berechtigte Beanstandungen nicht ernst oder stellt sie dauerhaft nicht ab, bleibt noch der Weg über die zuständige Behörde.

Zuständige Behörden

Nicht nur beim Händler können verärgerte Kunden ihre Beschwerden loswerden. Gaukeln Packungen mehr Inhalt vor als wirklich drin ist, sind die Herkunftsangaben bei Lebensmitteln falsch oder werden berechtigte Beanstandungen nicht ernst genommen, sind auch Behörden eine wichtige Anlaufadresse. So kann die zuständige Behörde eine Kontrolle beim Händler oder Produzenten veranlassen und andere Verbraucher vor eventuellen Schäden bewahren. Abhängig vom Grund der Reklamation können die Ämter für Lebensmittelüberwachung oder Eichämter zuständig sein. Die jeweilige Behörde kann entweder eine zugesandte Probe untersuchen oder einem gezielten Hinweis vor Ort nachgehen. Die Untersuchung von Beschwerdeproben ist übrigens kostenlos. Ob eine Untersuchung durchgeführt wird, entscheiden die Behörden nach eigenem Ermessen, ein Anspruch auf Durchführung einer Untersuchung hat der Verbraucher nicht. Bei allen Beschwerden benötigen die Behörden den Namen und die vollständige Adresse der Verbraucher. Genaue Angaben zum Grund der Reklamation, zum Produkt und zum Geschäft sind ebenfalls wichtige Hinweise. Wird ein Verstoß festgestellt, haben Händler oder Hersteller mit Sanktionen zu rechnen. Allerdings werden Verbraucher nicht immer über das Ergebnis ihrer Beschwerde informiert.

Abgelaufenes MHD - kein Grund zur Reklamation

Ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist alleine übrigens kein Grund zur Reklamation. Anders als beim Verbrauchsdatum sind Lebensmittel mit „abgelaufenem“ Mindesthaltbarkeitsdatum häufig noch genießbar. Das MHD gibt lediglich an, bis zu welchem Datum das Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften behält, zum Beispiel im Hinblick auf Geschmack, Konsistenz oder Aussehen. Allerdings muss sich ein Händler bei abgelaufenem MHD davon überzeugen, dass das Lebensmittel einwandfrei ist. Stellen Sie Mängel fest, haben Sie selbstverständlich Anspruch auf Ersatz.  

Beschwerden beim Hersteller

Wer sich aus Ärger über verdorbene Pralinen oder ranzige Nüsse direkt an den Hersteller wendet, kann aus Kulanzgründen häufig mit großzügigem Ersatz rechnen. Es gibt allerdings keinen Rechtsanspruch auf diese Form der Wiedergutmachung. Und auch das Beweismittel haben Sie dann aus der Hand gegeben.

Quelle: www.verbraucher.de

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Letzte Änderung 
12. November 2018