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Nur der Stempel auf dem Ei klärt die Herkunft

© drubig-photo - Fotolia.com

Viele Verbraucher möchten wissen, woher ihre gekauften Eier stammen, das zeigen zahlreiche Anfragen an Lebensmittelklarheit. Ein Blick auf die Eierverpackung genügt allerdings nicht, um sich über die Herkunft der Eier zu informieren. Die dort angegebene Packstellennummer sagt nichts über die Herkunft der Eier aus, sondern ausschließlich über den Ort, an dem sie abgepackt wurden. So können Eierkartons, auf denen „DE“ steht, beispielsweise auch Eier aus den Niederlanden enthalten. Über die tatsächliche Herkunft des Eis informiert nur der Stempel direkt auf dem Ei.

Packstellen-Nummer: Entziffern lohnt sich nicht

Die Kennnummer der Packstelle ist eine Pflichtangabe auf dem Eierkarton. Sie dient den Kontrollbehörden zur Rückverfolgbarkeit der Eier. Mit dieser Nummer ist jeder Betrieb, in dem Eier sortiert und verpackt werden, in der Europäischen Union eindeutig zu identifizieren.

Sie beginnt mit einem Länderkürzel, z.B. DE für Deutschland, FR für Frankreich und NL für Niederlande. Die darauf folgenden ersten beiden Stellen der Ziffernfolge stehen für das jeweilige Bundesland, in dem sich die Packstelle befindet. Die Bundesländer haben die gleiche Kennung wie beim Erzeugercode. Danach folgt die Nummer für den verpackenden Betrieb.

Die Packstellennummer verrät jedoch nicht, woher die Eier stammen.
Wer etwas über die Herkunft erfahren möchte, muss in die Verpackung schauen.

Erzeugercode: Hier stecken wichtige Informationen

Im Stempel auf dem Ei verbergen sich Informationen zur Haltung der Legehennen und der Herkunft:

Die erste Ziffer steht für das Haltungssystem,

  • 0 = Ökologische Erzeugung
  • 1 = Freilandhaltung
  • 2 = Bodenhaltung
  • 3 = Käfighaltung=ausgestaltete Käfighaltung

Seit 2012 ist die konventionelle Käfighaltung in „Legebatterien“ in der EU verboten. Derzeit wird die Haltungsform 3 in der entsprechenden EU-Verordnung weiterhin als „Käfighaltung“ (ausgestalteter Käfig) bezeichnet. In Deutschland ist diese Haltungsform nur noch als Kleingruppenhaltung erlaubt. Die Käfighaltung wird im Jahr 2025 auslaufen. Insgesamt sind die Vorgaben für die Haltungsform 3 (Käfighaltung) etwas strenger geworden.

Dann folgt der Ländercode mit der Abkürzung für die EU-Mitgliedsstaaten, aus denen die Eier stammen
zum Beispiel:

  • AT = Österreich
  • BE = Belgien
  • DE = Deutschland
  •  NL = Niederlande

und zum Schluss die Betriebsnummer.

Jeder EU-Mitgliedstaat hat ein System eingerichtet, wie er dem zu registrierenden Betrieb eine individuelle Nummer zuweist.
In Deutschland stehen die ersten beiden Ziffern für das Bundesland. Somit ist das Bundesland, in dem das Ei gelegt wurde, einfach zu ermitteln. Zum Beispiel steht

  • 01 für Schleswig-Holstein,
  • 03 für Niedersachsen,
  • 05 für Nordrhein-Westfalen und
  • 06 für Hessen

Die folgenden Ziffern identifizieren den einzelnen Betrieb. Für den Verbraucher ist es jedoch schwierig, anhand dieser Nummer den Legebetrieb festzustellen. Eierproduzenten, die Mitglied bei dem Zertifizierer „Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V.“ sind, sind auf der Website was-steht-auf-dem-ei.de auffindbar (Link siehe rechte Randspalte).

Einschätzung aus Sicht der Verbraucherzentrale

Die Packstellennummer auf der Eierverpackung kann leicht mit einer Herkunftsangabe verwechselt werden. Deshalb sollte das Herkunftsland nicht nur auf dem Ei, sondern auch auf der Verpackung stehen. Die Verbraucherzentrale fordert, die Vermarktungsnormen für Eier entsprechend zu verändern, um eine Verbrauchertäuschung auszuschließen.

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Letzte Änderung 
28. September 2018

Kommentare

Hallo , habe neulich Eier gesehen mit einem Sonnen oder Sternzeichen gestempelt .Kein Ländercode , nur dieses Zeichen.
Was hat das zu bedeuten ?


So eine Kennzeichnung kennen wir bisher nicht. Am besten schicken Sie uns eine Produktmeldung mit Fotos über unser Produktmeldeformular:

https://www.lebensmittelklarheit.de/produkte/melden