Omas Speckkartoffelsalat
Über diese Aussagen/Bilder ärgern sich Verbraucher:innen.
Zusammenfassung
Die Bezeichnung „Omas Speckkartoffelsalat“ und die Gestaltung des Etiketts können den Eindruck vermitteln, dass der Salat aus traditionellen und haushaltsüblichen Zutaten sowie einer relevanten Menge an Speck herstellt wird. Tatsächlich stecken im Salat Glucosesirup, sieben verschiedene Zusatzstoffe, Aromen und färbendes Karottensaftkonzentrat. Diese sind typisch für die industrielle Herstellung. Der Name und die Aufmachung des Produkts widersprechen daher der tatsächlichen Zusammensetzung des Salates. Bei einer Rezeptur mit zahlreichen Zusatzstoffen und nur einem Prozent Speck sollte die Anbieterfirma nicht mit „Omas Speckkartoffelsalat“ und einer Aufmachung, die an frühere Zeiten erinnert, werben.
Beschwerde
Auf der Verpackung wird geworben: Kühlmann, Omas Speckkartoffelsalat. Der Anteil von gebratenen Speck/Bacon beträgt nur 1 % des Salates. Es ist unseriös, diesen 1/100stel Anteil zum Anlass zu nehmen, mit dem Wort "Speck" zu werden. Die Ware schmeckt am meisten nach Zucker, nach Bacon schmeckt er nicht.
Ausserdem entsprechen die Zutaten am ehesten einem herkömmlichen Industrieprodukt. Die Werbung mit herkömmlicher Küche führt mich als Verbraucher in die Irre.
Verbraucher aus Dissen am Teuteburger Wald vom 05.08.2026
Laut Zutatenliste sind enthalten: Glukosesirup, Aromen, Säureregulatoren, Stabilisator, Konservierungsmittel und Verdickungsmittel. Dies sind meiner Meinung nach sicherlich keine Zutaten die eine „Oma" für Ihren Kartoffelsalat zu Hause verwendet.
Verbraucher aus Linden vom 06.07.2023
Einschätzung der Verbraucherzentrale
Der Produktname und die Werbung mit „Oma“ lässt einen Kartoffelsalat aus Zutaten erwarten, die einem klassischen, selbst gemachten Kartoffelsalat mit einem wesentlichen Anteil an Speck entsprechen. Tatsächlich enthält der Kartoffelsalat nur ein Prozent Speckt und mehr als zehn Zutaten, die ein Privathaushalt üblicherweise nicht verwendet.
Darum geht’s:
Die Anbieterfirma nennt den Kartoffelsalat auf der Schauseite „Omas Speckkartoffelsalat“ und verwendet als Hintergrund eine braun-weißes Karomuster. Die Bezeichnung auf der Unterseite des Bechers lautet „Omas Speckkartoffelsalat mit knusprigem Speck und Zwiebeln“. Laut Zutatenliste enthält der Kartoffelsalat ein Prozent gebratenen Bauchspeck. Neben weiteren traditionellen Zutaten stehen Glukosesirup, Aromen und Zusatzstoffe wie Antioxidationsmittel, Säureregulatoren, Stabilisatoren und Konservierungsstoffe in der Zutatenliste. Insgesamt sind es zehn Zutaten, die ein Privathaushalt nicht für die Herstellung eines traditionellen Kartoffelsalates verwendet.
Das ist geregelt:
Informationen über Lebensmittel dürfen nicht täuschen, beispielsweise über die Zusammensetzung eines Lebensmittels. Das ist ein wesentlicher Grundsatz in der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV).
So sieht’s die Verbraucherzentrale:
Insgesamt kommt der als „Omas Speckkartoffelsalat“ beworbene Salat neben klassischen Zutaten auf zehn weitere Zutaten, die nur bei der industriellen Herstellung eingesetzt werden. Zusatzstoffe stehen Privatpersonen beispielsweise gar nicht zur Verfügung. Die Menge von einem Prozent Bauchspeck dürfte kaum zu finden sein. Die Bezeichnung „Omas Speckkartoffelsalat“ passt daher nicht zur tatsächlichen Zusammensetzung des Salates.
Fazit:
Bei einer Rezeptur mit zahlreichen Zusatzstoffen und nur einem Prozent Bauchspeck sollte die Anbieterfirma nicht mit „Omas Speckkartoffelsalat“ und einer Aufmachung werben, die an frühere Zeiten erinnert.
Stellungnahme der Heinrich Kühlmann GmbH & Co. KG, Rietberg
Kurzfassung:
Das Erzeugnis „Omas Speckkartoffelsalat mit knusprigem Speck und Zwiebeln" basiert auf einer herkömmlichen Rezeptur. Besonderes Merkmal des Produkts ist der Einsatz von frischen, eingelegten Zwiebeln. Zur Sicherstellung der gewünschten Haltbarkeit ist es daher nicht möglich, auf den Zusatz von Zusatzstoffen zu verzichten.





