Fragen & Antworten

Was versteht man unter „Urkorn“?

Frage 

Die Begriffe Urkorn, Urgetreide oder alte Getreidesorten sind wissenschaftlich nicht belegt. Es gibt aber Firmen, die damit werben. Ist dies so richtig? Welche Getreidesorten zählen zum Urkorn? Was versteht man unter Urkorn?

Antwort

Es ist richtig, dass die Begriffe „Urkorn“ und „Urgetreide“ weder rechtlich noch wissenschaftlich definiert sind. Firmen, die mit diesem Begriffen werben, müssen aber das allgemeine Verbot der Täuschung beachten. 

Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) handelt es sich bei Urgetreide um Getreidearten, die in der Vergangenheit züchterisch weniger stark bearbeitet wurden und deshalb den Wildpflanzen näher stehen. Dem BZfE zufolge werden im Allgemeinen die Getreidesorten Einkorn, Emmer, Dinkel und Khorasan­Weizen sowie Waldstaudenroggen als „Urkorn“ oder „Urgetreide“ bezeichnet. 

Aus Sicht von Lebensmittelklarheit ist es zulässig, im Namen des Produktes mit den Begriffen „Urkorn“ oder „Urgetreide“ für eine der oben genannten Getreidearten zu werben, sofern die enthaltene Getreideart zusätzlich auf der Schauseite genannt ist. Bei Getreidemischungen sollten die enthaltenen Getreidearten in der Bezeichnung aufgeführt sein. 

Bei verarbeiteten Lebensmitteln wie Müsli oder Brot lässt sich keine pauschale Aussage treffen. Hier kommt es auf die Zusammensetzung und Aufmachung des jeweiligen Produkts an, ob die Werbung mit „Urkorn“ als passend oder gegebenenfalls täuschend anzusehen ist.   

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