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Umfrageergebnis: Große Unsicherheit bei echten und vermeintlichen Herkunftsangaben

Einkaufkontrolle
© Alliance - Fotolia.com

Verbraucherinnen und Verbraucher haben großes Interesse, sich über die Herkunft von Lebensmitteln zu informieren. Doch nicht alle Angaben auf Verpackungen sind für sie verständlich. Beispielsweise klingen Angaben wie „Hergestellt in…“ oder „Hergestellt für…“ ähnlich, haben aber eine unterschiedliche Bedeutung.

Eine Umfrage auf Lebensmittelklarheit.de sollte klären, welche Angaben nach Ansicht von Verbraucherinnen und Verbraucher über die Herkunft eines Lebensmittels informieren.

Die Frage lautete:

Welche der folgenden Angaben auf der Lebensmittelverpackung informieren Ihrer Meinung nach über die Herkunft eines Lebensmittels? (Mehrfachantworten sind möglich)

Hier die Ergebnisse:

Ursprungsland: X

702 Stimmen (80,0 %*)

Hergestellt in: X

514 Stimmen (58,6 %*)

Erzeugnis aus X

446 Stimmen (50,9 %*)

Die Buchstabenkombinationen im Identitätskennzeichen

238 Stimmen (27,1 %*)

Hergestellt für: Firma X im Ort Y

165 Stimmen (18,8 %*)

Die Buchstabenkombination der Öko-Kontrollstelle

142 Stimmen (16,2 %*)

* Prozentzahlen beziehen sich auf die Teilnehmenden, nicht auf der Gesamtzahl der Stimmen
 

Die Umfrage zeigt, dass die meisten Befragten (80,0 %) wissen, dass das Ursprungsland über die Herkunft eines Lebensmittels informiert. Auch die Angaben „Hergestellt in: X“ (58,6 %) und Erzeugnis aus X“ (50,9 %) werden von mehr als der Hälfte der Teilnehmenden richtigerweise als Herkunftsangabe verstanden. Allerdings scheinen diese beiden Angaben im Umkehrschluss für fast die Hälfte der Befragten nicht eindeutig zu sein.     

Mehr als ein Viertel der teilnehmenden Verbraucherinnen und Verbraucher sind der Ansicht, dass die Buchstabenkombination im Identitätskennzeichen Auskunft über die Herkunft des Lebensmittels gibt. Das ist jedoch nicht immer der Fall, da das Identitätskennzeichnen nur über den Betrieb informiert, der das Lebensmittel zuletzt bearbeitet hat. Das kann der Erzeuger, aber auch der abpackende Betrieb sein.

Die Kennzeichnung „Hergestellt für: Firma X im Ort Y“ halten immerhin 18,8 Prozent der Befragten für eine Herkunftsangabe. Die Angabe gibt aber lediglich den verantwortlichen Lebensmittelunternehmer an. Er muss nicht mit dem Hersteller identisch sein.
16,2 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer glauben irrtümlicherweise, dass die Buchstabenkombination der Öko-Kontrollstelle Auskunft über die Herkunft des Lebensmittels gibt. Aber auch das ist nicht der Fall.

Die Umfrage zeigt, dass viele Verbraucherinnen und Verbrauchern unsicher sind, welche Angaben auf Lebensmitteln über deren Herkunft informieren. Allein die Angabe des Ursprungslandes scheint als Herkunftsangabe für einen Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher verständlich zu sein. Andere Angaben wie „Hergestellt in: X“, „Erzeugnis aus: Y“ oder „Hergestellt für: Firma X in Ort Y“ sind weniger eindeutig.

An der nichtrepräsentativen Umfrage auf Lebensmittelklarheit.de nahmen 877 Personen teil, die insgesamt 2152 Antworten auswählten. Die Abstimmung lief vom 20.01.2021 bis zum 30.06.2021.

Letzte Änderung 
Mittwoch, Juni 30, 2021