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Amecke Sanfte Säfte, Beispiel Sorte Erdbeere-Apfel

 

Erdbeeren stehen bei der Aufmachung im Vordergrund, aber 84 Prozent des Saftes stammt aus Äpfeln.

Verbraucherbeschwerde 

Beschwerde zur Sorte Sanfte Säfte Erdbeere-Apfel

Das Design ist für mich sehr täuschend, die Erdbeere ist im Namen zuerst genannt und fett abgebildet, dabei ist lediglich Erdbeermark mit einem Anteil von 12 % enthalten. Der Apfel, welcher 84 % des Saftes ausmacht, ist ganz unscharf um Hintergrund abgebildet und kaum als solcher zu erkennen. Das halte ich auch für grenzwertig.
Verbraucherin aus Andernach vom 05.02.2020

Beschwerde zur Sorte Sanfte Säfte Mango

Auf der Packung des Amecke Sanfte Säfte Mango (Vorderseite) steht Mango. Es sind im Vordergrund große Mangoviertel abgebildet. Enthalten sind aber nur 15 % Mangomark. Apfelsaft ist dagegen die anteilig größte Zutat.
Verbraucher aus Hörnitz vom 15.07.2014

Beschwerde zur Sorte Sanfte Säfte Himbeer-Johannisbeer-Apfel

Auf der Packung steht Himbeer-Johannisbeer-Apfel. Es sind im Vordergrund große Himbeeren abgebildet. Enthalten sind nur 4,5 % Himbeeren und 89 % Apfelsaft.
Verbraucher aus Mönchengladbach vom 14.05.2014

Einschätzung der Verbraucherzentrale:
Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung:

Die Aufmachung der Verpackung  spiegelt die Mengen der in Wort und Bild angepriesenen Früchte nicht klar wider. Der Anbieter sollte die Reihenfolge der in der Sortenbezeichnung genannten Früchte und die Abbildung der Früchte an die tatsächlichen Mengenverhältnisse anpassen.

Darum geht’s:

Die Sorte des Saftes ist als „Erdbeere-Apfel“ bezeichnet. Auf der Schauseite zeigt die Abbildung im Vordergrund drei große Erdbeeren und im Hintergrund zur Hälfte transparent zwei Apfelschnitze. Laut Zutatenliste besteht der Saft zu 74 Prozent aus Apfelsaft, zu 10 Prozent aus Apfelmark und zu 12 Prozent aus Erdbeermark. Der Verbraucher sieht sich durch die Aufmachung der Verpackung über die Zusammensetzung getäuscht.

Das ist geregelt:

Informationen über Lebensmittel dürfen nicht täuschen, beispielsweise über die Zusammensetzung. Das ist ein wesentlicher Grundsatz der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV).

So sieht’s die Verbraucherzentrale:

Unseres Erachtens ist es aufgrund der Aufmachung der Verpackung naheliegend zu erwarten, dass der Erdbeergehalt größer als der Apfelanteil ist.en.

Fazit:

Der Anbieter sollte die Reihenfolge der in der Sortenbezeichnung genannten Früchte und die Abbildung der Früchte an die tatsächlichen Mengenverhältnisse anpassen.

Stellungnahme der Amecke Fruchtsaft GmbH & Co. KG, Menden

Kurzfassung, erstellt von der Verbraucherzentrale, 2020:

Der angesprochene Saft schmeckt und duftet intensiv nach Erdbeere und hat eine leuchtend erdbeerrote Farbe. Da das eingesetzte Erdbeerpüree so intensiv ist, wird dieses Ergebnis bereits mit einem relativ geringen Rezepturanteil erzielt. Würde die Namensgebung und die Abbildung der Früchte die mengenmäßigen Rezepturanteile widerspiegeln, würde ein ganz anderer – und zwar irreführender – Eindruck entstehen. Die Produkte werden weiterhin so benannt, dass die dominierenden Geschmackskomponenten entsprechend hervorgehoben sind.

Kurzfassung, 2014:

Die Packung soll neben den Mengenanteilen auch zum tatsächlichen Erleben des Saftes hinführen. Hierzu zählen auch die von Natur aus unterschiedlichen Geschmacksintensitäten der Früchte und die Rangfolge ihrer Entfaltung. Himbeere/Johannisbeere führen geschmacklich an, der Apfel unterstützt die Frische. Der Sortenname, die Fruchtabbildungen und die %-Anteile bringen dies zum Ausdruck.

Stand 
26. März 2020