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Funktionelle Lebensmittel

funktionelle Lebensmittel, Beispiel Mehrfruchtsaft

Funktionelle Lebensmittel – auch „functional food“ – sollen nicht nur satt machen, schmecken und Nährstoffe liefern, sondern zusätzlich positiv auf die Gesundheit wirken. Produkte mit solchem „gesundheitlichen Zusatznutzen“ sind in nahezu jeder Lebensmittelgruppe zu finden, zum Beispiel bei Milchprodukten, Brot, Margarine oder Getränken.

Als „funktionelle“ Zutaten werden Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren, aber auch probiotisch wirkende Mikroorganismen oder Pflanzenstoffe wie Ginkgo, Aloe Vera, Guarana oder Bioflavonoide eingesetzt.

Im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmitteln handelt es sich bei den funktionellen Lebensmitteln nicht um Nährstoffkonzentrate, sondern um Lebensmittel in ihrer typischen Form. Kauft man beispielsweise „Multivitamine“ in Form von Kapseln oder Brausetabletten, handelt es sich um Nahrungsergänzungsmittel. Das Multivitamin-Fruchtsaftgetränk dagegen ist ein funktionelles Lebensmittel.

Funktionelle Lebensmittel sind lebensmittelrechtlich nicht definiert. Sie müssen aber die allgemeinen gesetzlichen Vorschriften für Lebensmittel erfüllen, also zum Beispiel die Pflichtkennzeichnungen angeben.

Werben Hersteller mit nährstoffbezogenen Angaben, zum Beispiel „enthält Kalzium“ oder „reich an Ballaststoffen“, dann muss das Produkt die Regelungen der Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben erfüllen, der so genannten Health-Claims-Verordnung. Sie gibt vor, in welcher Menge der beworbene Nährstoff im Lebensmittel enthalten sein muss.

Häufig ist auf funktionellen Lebensmitteln auch gesundheitsbezogene Werbung wie „knochenstark“, „cholesterinsenkend“ oder „immunstärkend“ zu finden. Welche Angaben erlaubt sind und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, regelt ebenfalls die Health-Claims-Verordnung. Außerdem fordert sie für funktionelle Lebensmittel weitere Kennzeichnungen, zum Beispiel wie häufig und in welcher Menge man das Lebensmittel essen muss, um die gesundheitliche Wirkung zu erzielen.

funktionelle Lebensmittel, Beispiel Mehrfruchtsaft, Zutaten und Nährwertangaben

Wenn Nährstoffe oder gesundheitliche Wirkungen beworben werden, sind eine Nährwerttabelle und weitere Angaben verpflichtend.

Auf ein funktionelles Getränk mit dem Namen „Frucht plus C“ und der Werbung „für Ihr Immunsystem“ gehören die folgenden Angaben:

  • eine Nährwerttabelle und Prozentangaben bei Vitaminen und Mineralstoffen, bezogen auf die empfohlene Tagesmenge,
  • ein allgemeiner Hinweis auf die Bedeutung einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung und einer gesunden Lebensweise,
  • Informationen, in welcher Menge und wie häufig dieses Lebensmittel verzehrt werden muss, um die behauptete positive Wirkung zu erzielen,
  • gegebenenfalls einen Hinweis für Personen, die das Lebensmittel vermeiden sollten und ein Warnhinweis, wenn der übermäßige Verzehr eine Gesundheitsgefahr darstellen könnte.
Unser Beispielprodukt muss mindestens 12 Milligramm Vitamin C in 100 Millilitern enthalten, da es nährwertbezogen – „plus C“ – und mit der Wirkung aufs Immunsystem wirbt.
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Letzte Änderung 
4. Januar 2016

Kommentare

moin


Toller Artikel, ich wollte es unbedingt ausprobieren und hab hier diesen Shop gefunden : [...] (kommerzieller Link entfernt)
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