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MHD abgelaufen

Wie lange dürfen Lebensmittel mit abgelaufenem MHD noch – für weniger Geld – verkauft werden?

Antwort

Im Handel löst ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) kein Verkaufsverbot aus. Verantwortlich für die Qualität und vor allem für die Sicherheit des Lebensmittels ist dann jedoch der Händler, nicht mehr der Hersteller. Der Händler muss prüfen, ob das Lebensmittel einwandfrei ist. Eine Frist für den Abverkauf gibt es nicht.

Gerichtsurteilen zufolge ist aber ein Hinweis auf das abgelaufene MHD erforderlich, da Verbraucher von einer normalen Hautbarkeit ausgingen und das MHD nicht unbedingt prüfen würden. Die Kenntnis, dass das MHD abgelaufen ist, hätte gegebenenfalls einen Einfluss auf die Kaufentscheidung. Gängige Praxis ist deshalb, dass diese Lebensmittel gesondert angeboten und mit einem Hinweisschild versehen werden.

Zusätzlich sind sie häufig im Preis reduziert. Dazu sind Händler aber rechtlich nicht verpflichtet.

Selbst wenn ein Käufer bewusst ein Produkt mit erreichtem oder überschrittenem MHD wählt, hat er ein Reklamationsrecht, wenn das Produkt nicht mehr einwandfrei ist. Die Reklamation muss allerdings umgehend mit dem Kassenbon erfolgen, denn Lebensmittel mit überschrittenem MHD sollten nicht mehr lange gelagert werden.

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Letzte Änderung 
31. Januar 2019