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Gut & Günstig Schwarze Oliven, entsteint

 

Abmahnung erfolgreich: In Zukunft deutlicherer Hinweis auf Färbung mit Eisen-II-Gluconat

Verbraucherbeschwerde 

Ich habe schwarze Oliven für Pizza eingekauft. Diese sind auf dem Glas abgebildet und es steht auch schwarze Oliven darauf. Von daher habe ich nicht weiter nachgeschaut. Erst im Nachhinein habe ich entdeckt, dass seitlich "geschwärzte Oliven " darauf steht. Da ich nicht direkt wusste, was das bedeutet, habe ich mich schlau gemacht und habe mich geärgert. Wenn ich schwarze Oliven kaufe, erwarte ich das auch echte schwarze Oliven drin sind.
Verbraucherin aus Hagen vom 10.07.2015

Einschätzung der Verbraucherzentrale zur ursprünglichen Produktmeldung
Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung:

Schwarz gefärbte grüne Oliven sind im Produktnamen als schwarze Oliven gekennzeichnet. Wenn zusätzlich schwarze Oliven und Olivenbäume abgebildet sind, haben Verbraucher kaum eine Chance, sonnengereifte schwarze Oliven von gefärbten zu unterscheiden. Denn sie haben keinen Anlass, das Kleingedruckte zu kontrollieren, ob sie einen Hinweis auf die Schwarzfärbung von grünen Oliven finden. Der Anbieter Edeka sollte geschwärzte grüne Oliven klar erkennbar für Verbraucher als Geschwärzte Oliven kennzeichnen.

Darum geht’s:

Unter der Eigenmarke Gut & Günstig bietet Edeka „Schwarze Oliven“ an. Die Schauseite der Verpackung zeigt einen Olivenhain und mehrere schwarze Oliven. Durch das durchsichtige Glas sind „schwarze“ Oliven sichtbar. Lediglich aus der Bezeichnung und der Zutatenliste auf der Rückseite können Verbraucher erkennen, dass es sich tatsächlich um geschwärzte Oliven handelt.

Das ist geregelt:

Laut Zusatzstoff-Zulassungsverordnung sind die Eisensalze Eisen-II-Gluconat (E 579) und Eisen-II-Lactat (E 585) für die Dunkelfärbung von Oliven zugelassen. Sie müssen mit der E-Nummer oder dem Namen in der Zutatenliste stehen. Sie sind offiziell „Stabilisatoren“ und keine Farbstoffe.
Für lose Ware ist die Kenntlichmachung „geschwärzt“ vorgeschrieben.

Nach der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), dürfen Informationen über Lebensmittel nicht irreführend sein in Bezug auf die Eigenschaften des Lebensmittels, insbesondere auch in Bezug auf die Zusammensetzung. Solche Irreführungen sind auch in der Werbung und in der Aufmachung und Darbietung des Lebensmittels unzulässig.

So sieht’s die Verbraucherzentrale:

Am Baum gereifte Oliven sind violett bis schwarz. Reife schwarze Oliven sind weich, schwer vom Kern zu lösen und haben ein typisches Aroma. Die Ernte und der Transport sind aufwändiger als bei unreifen, festen, grünen Oliven und mit größeren Verlusten verbunden.
Aufgrund der Angabe “Schwarze Oliven“ auf der Schauseite ist es unserer Ansicht nach naheliegend, beim Einkauf von sonnengereiften schwarzen Oliven auszugehen. Verbraucher haben keinen Anlass schwarz gefärbte Oliven zu erwarten und die Kennzeichnung auf der Rückseite zu kontrollieren.
Zu diesem Ergebnis kam auch eine nicht-repräsentative Umfrage auf lebensmittelklarheit.de in 2013, an der 5402 Personen teilnahmen. Knapp 50 Prozent der Teilnehmenden erwarteten bei „Schwarzen Oliven“ Oliven, die durch die längere Reifung eine dunkle Farbe bekommen haben. Weitere 28 Prozent gaben an, den Hinweis „gefärbt“ auf der Vorderseite zu erwarten, wenn es sich tatsächlich um gefärbte grüne Oliven handeln würde.

Fazit:

Edeka sollte die Verpackung seiner schwarz gefärbten Oliven der Eigenmarke Gut & Günstig ändern und bereits auf der Schauseite unmissverständlich kennzeichnen, dass „Geschwärzte Oliven“ im Glas stecken.

Stellungnahme der Edeka Zentrale AG & Co. KG, Hamburg (01.09.2015)

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Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich viele Fragen im unmittelbaren Austausch schnell und für beide Seiten zufriedenstellend lösen lassen. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass wir uns auf die oben genannten direkten Dialogkanäle konzentrieren möchten.

Status 

Edeka muss die Kennzeichnung der Schwarzfärbung der Oliven verbessern. Wie das erfolgen wird, ist offen. Edeka darf bereits produzierte Ware in alter Aufmachung noch 150 Kalendertage lang ausliefern.

Stand 
26. Januar 2016