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Mehr Kuh als Schaf: Anbieter muss Aufmachung seiner „Feta Creme“ ändern

Feta Creme
Feta Creme © Lebensmittelklarheit

Die Bezeichnung „Feta“ ist EU-weit rechtlich geschützt. So ist für einen „Feta-Käse“ unter anderem garantiert, dass er aus Schafsmilch – gegebenenfalls gemischt mit Ziegenmilch – hergestellt wird und aus festgelegten Regionen Griechenlands stammt. In der „Apostel Feta Creme“ steckten allerdings nur 30 Prozent Feta, die restlichen Zutaten wie Joghurt und Schnittkäse stammen von der Kuh. Hierüber beschwerte sich ein Verbraucher bei Lebensmittelklarheit. Die Expertinnen konnten das Täuschungspotenzial nachvollziehen und gaben den Fall an den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) weiter. Dieser kann rechtlich gegen Firmen vorgehen und hat erfolgreich gegen den Anbieter, die Apostel Griechische Spezialitäten GmbH, geklagt.

Aufmachung passt nicht zur Zusammensetzung

Nicht nur der Name, auch die Aufmachung der „Feta Creme“ vermittelte den Eindruck, das Produkt bestehe aus Schafs- und Ziegenmilch: So war auf der Schauseite der Streichcreme unter dem Produktnamen ein Schafs- und ein Ziegenkopf abgebildet, dazwischen der Schriftzug „Original Apostels 100 % Qualität“. Erst durch die Bezeichnung und die Zutatenliste auf der Rückseite erfahren die Kunden die tatsächliche Zusammensetzung des Produkts. Dieses besteht zu 63 Prozent aus Zutaten von der Kuh, nämlich aus einem Joghurterzeugnis, Schnittkäse und Molkenkäse. Fetakäse ist zu 30 Prozent enthalten. Nach Ansicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands passte die Aufmachung nicht zum Inhalt.

Das Landgericht Braunschweig entschied zugunsten des vzbv. Es verurteilte den Anbieter durch ein Anerkenntnisurteil, die „Feta Creme“ nicht mehr mit der bisherigen Aufmachung zu verkaufen.

Letzte Änderung 
18. Juni 2019
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