Fragen & Antworten

Kennzeichnungspflicht bei Kleinanzeigen

Frage

In einer Online-Kleinanzeige werden von einem Privatverkäufer Nudeln angeboten. Dabei fehlen jedoch die gesetzlichen Kennzeichnungspflichten, wie Hersteller oder Zutaten. Müssen sie nicht angegeben werden?

Antwort

Die Lebensmittelinformationsverordnung schreibt vor, dass Online-Verkäufer in ihrem Shop nahezu dieselben Informationen liefern müssen, die man auch auf der Verpackung oder im Supermarkt findet. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel „Augen auf beim Online-Kauf!“ (Link s.u.).

Diese Informationen müssen vor Abschluss des Verkaufsvertrags zur Verfügung stehen.

Portale mit Online-Kleinanzeigen unterscheiden sich aber von anderen Online-Shops, da hier meist der klassische „Kaufen“-Button fehlt. Stattdessen erhält man die Möglichkeit mit dem Anbieter Kontakt aufzunehmen. Das heißt, es ist möglich, dass in der Anzeige wichtige Pflichtinformationen fehlen. Diese müssen Sie aber noch vor Abschluss des Verkaufsvertrages erhalten, beispielsweise nachdem Sie eine Nachricht an den Anbieter geschickt haben. Neben den Informationen zum Lebensmittel gehören beispielsweise Informationen zu gegebenenfalls anfallenden Versandkosten und zum Widerrufsrecht dazu.

Diese Regelungen gelten allerdings nur für sogenannte Lebensmittelunternehmer, die regelmäßig und in größeren Mengen Lebensmittel anbieten und nicht für Privatpersonen. Ob hinter einer Online-Kleinanzeige eine Privatperson oder ein Lebensmittelunternehmer steht, ist für Käufer manchmal schwer zu erkennen.

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