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Zitronensäure in Zitronensaftkonzentrat

Darf Zitronensäure zugesetzt werden?

Frage

Da ich seit Kurzem auf Zitronensäure reagiere, versuche ich nun eine Umstellung auf alternative Produkte ohne Zitronensäure. Jetzt habe ich erfahren, dass entsprechend den europäischen Vorschriften in Zitronensaftkonzentrat auch Zitronensäure enthalten sein kann. Wie hoch ist da der Anteil an Zitronensäure bzw. aus welchen Zutaten wird Zitronensaftkonzentrat überhaupt hergestellt?

Antwort

Fruchtsäfte enthalten von Natur aus Zitronensäure. In Zitronensaft ist deren Konzentration mit 50 bis 70 Gramm pro Liter besonders hoch – daher kommt der Name „Zitronensäure“. In Zitronensaftkonzentrat ist der Anteil sogar noch höher.

Zitronensäure wird außerdem als Säuerungsmittel in vielen verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt. Auch in Fruchtsäften ist ein Zusatz bis zu einer Menge von drei Gramm pro Liter erlaubt. Ob tatsächlich Zitronensäure zugefügt wurde, erfahren Sie in der Zutatenliste. Dort ist sie als „Citronensäure“ oder als „E 330“ bezeichnet.

Als Zitronensaftersatz werden oft Produkte aus Zitronensäure und/oder Zitronensaft angeboten, beispielsweise verpackt in Form von Kunststoffzitronen. Es handelt sich dabei in der Regel nicht um Zitronensaft, sondern um ein Gemisch aus unterschiedlichen Zutaten, bei denen Zitronensaft häufig nur in geringer Menge enthalten ist. Es lohnt sich, die Zutatenliste zu lesen!

Wenn die Bezeichnung „Zitronensaft“ lautet, dann muss auch Zitronensaft enthalten sein. Dabei kann es sich um Direktsaft handeln oder um Saft aus Konzentrat. Bei der Herstellung aus Konzentrat wird dem Saft zunächst Wasser entzogen und das Konzentrat später wieder rückverdünnt, wobei dieselbe Menge Wasser zu verwenden ist, die zuvor entfernt wurde. Wenn der Fruchtsaft aus Konzentrat hergestellt wurde, muss dies in Verbindung mit der Bezeichnung auf dem Etikett angegeben werden.

Menschen, die Unverträglichkeiten gegen bestimmte Lebensmittel oder Zutaten bei sich feststellen, raten wir grundsätzlich, sich ärztlich beraten zu lassen. Bevor Sie den Speiseplan unnötig einschränken, sollten Sie untersuchen lassen, ob und gegen welche Substanz eine Unverträglichkeit vorliegt und in welcher Menge Sie die Substanz gegebenenfalls noch vertragen.

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Letzte Änderung 
21. Dezember 2018