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Mindesthaltbarkeitsdatum Wein

Warum gibt es bei Wein kein MHD?

Frage

Warum gibt es bei Wein kein MHD? Es ist nicht erkennbar, ob ein Wein 2, 5, 10 Jahre oder länger einen Genuss bietet.
Außerdem: Bei Wein und Sekt ohne Jahrgangsangabe fehlen sowohl Herstellungs- als auch Mindesthaltbarkeitsdatum.

Antwort

Die Etikettierung von Wein unterscheidet sich von der Kennzeichnung anderer Lebensmittel.

Folgende Angaben sind obligatorisch:

  • die Bezeichnung zum Beispiel „Wein“, „Perlwein“ oder „Likörwein“
  • die geschützten traditionellen Begriffe „Qualitätswein“, „Prädikatswein“ oder „Landwein“ mit dem Namen des bestimmten Anbaugebietes oder Landweingebietes
  • die Herkunft des Weines (bei Qualitätsweinen bestimmter Anbaugebiete (b.A.) das Anbaugebiet, bei Tafel- oder Landwein die zulässigen Gebietsnamen)
  • das Nennvolumen (=Flascheninhalt)
  • der Name des Abfüllers und Mitgliedsstaat, Gemeinde (Ortsteil) des Hauptsitzes des Abfüllers bzw. Angabe des Abfüllungsortes, bei eingeführten Wein Name und Anschrift des Einführers
  • der Alkoholgehalt in Volumenprozent „% vol“
  • die Losnummer oder amtliche Prüfungsnummer
  • die Kennzeichnung für Allergiker: beispielsweise Schwefeldioxid und Behandlungsmittel auf Basis von Milch und Ei

Weder der Jahrgang noch Mindesthaltbarkeitsdatum gehören zu den Pflichtangaben für Wein und Sekt.

Es kann jedoch der Jahrgang angegeben werden, in dem die Trauben geerntet wurden. Dann müssen aber auch mindestens 85% der Trauben aus dem genannten Jahrgang stammen. Bei durch Traubenmost gesüßten Weinen, darf der Anteil von Trauben aus anderen Jahrgängen, einschließlich der Erzeugnisse zum Süßen, maximal 25 % betragen.

Wie lange ein Wein haltbar ist, hängt von vielen Faktoren ab – sowohl von den Eigenschaften des Weins als auch von den Lagerbedingungen. Generell sind Weine umso besser haltbar, je höher der Gehalt an Alkohol, Süße, Säure und – beim Rotwein – an Gerbstoff ist.

Manche Weine können bei optimalen Lagerung 20 Jahre und länger aufbewahrt werden.

Gut lagerfähig sind zum Beispiel Spätlesen, Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen sowie Eiswein. Tafelweine sind dagegen im Allgemeinen weniger gut lagerfähig und Sekt schmeckt am besten frisch.

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Letzte Änderung 
13. November 2015