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Mindesthaltbarkeitsdatum bei Sekt & Co.

Warum darf das Mindesthaltbarkeitsdatum bei Sekt, Prosecco und Co. fehlen?

Frage

Mich interessiert bzw. möchte ich verstehen, warum Sekt, Prosecco und Co. nicht mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden müssen. Können Sie mir da weiterhelfen?

Antwort

Wie Sie es bereits schreiben, sieht die EU-Lebensmittelinformationsverordnung Ausnahmen von der verpflichtenden Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) vor. Unter diese Ausnahmen fallen unter anderem Wein, Likörwein und Schaumwein sowie Getränke mit einem Alkoholgehalt von 10 oder mehr Volumenprozent.

Beim Einkauf haben Sie keine Möglichkeit das Alter des Sektes zu erfahren. Freiwillig kann auf der Flasche der Jahrgang, also das Jahr in dem mindestens 85 Prozent der Trauben geerntet wurden, gekennzeichnet werden. Lediglich für Sekt bestimmter Anbaugebiete mit der Bezeichnung „Winzersekt“ ist die Jahrgangsangabe laut Weinverordnung Pflicht.

Sekt ist jedoch nur begrenzt haltbar. Grund dafür ist ein produkttypischer Alterungsprozess: Der Geschmack bei Sekt und anderen kohlesäurehaltigen Getränken verändert sich während der Lagerung und die Kohlensäure geht verloren. Sekt sollte daher nur wenige Monate bis maximal 3 Jahre zu Hause lagern, bevor Sie ihn trinken. Sollten Sie unsicher sein, ob ein Sekt noch genießbar ist, füllen Sie ihn in ein Glas. Sieht er normal aus, schmeckt und riecht er normal, können Sie ihn trinken.

Damit Verbraucher besser einschätzen können, in welchem Zeitraum sie Getränke am besten verwenden, sollte aus unserer Sicht eine Angabe zur Lagerdauer verpflichtend sein. Ob ein MHD geeignet ist oder in welcher Form diese Angabe auf Sekt sinnvoll und praktikabel ist, müsste noch geprüft werden.

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Letzte Änderung 
11. März 2019