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Kein Kakao in weißer Schokolade?

Frage

Der Hersteller einer weißen Schokolade wirbt mit einem Aufdruck des Fairtrade-Kakao-Programms und hinten auf der Tafel wird die Teilnahme am Fairtrade-Kakaoprogramm geworben und erklärt. Was aber fehlt, ist der Kakao als Zutat. Ich fühle mich schon an der Nase herumgeführt, wenn man mit Kakao aus fairen Anbau wirbt, wo doch kein Kakao verwendet wird.

Antwort

Entgegen Ihrer Annahme enthält weiße Schokolade durchaus Kakaobestandteile, nämlich Kakaobutter. In der Kakaoverordnung ist festgelegt, dass weiße Schokolade mindestens 20 Prozent Kakaobutter enthalten muss. Dunkle Kakaomasse oder Kakaopulver hingegen ist nicht enthalten.

Übrigens: Beim Fairtrade-Siegel ist für einige Rohstoffe wie Kakao ein Mengenausgleich erlaubt. Das bedeutet, dass fair gehandelte Rohstoffe bei der Verarbeitung, Lagerung oder während des Transports mit handelsüblichen Produkten vermischt werden dürfen. Die exakten Mengen- und Geldströme müssen entlang der Warenkette dokumentiert und kontrolliert werden. Am Ende darf nur so viel Ware als „Fairtrade“ ausgezeichnet werden, wie Fairtade-Rohstoffe eingekauft wurden.
Begründet werden die Ausnahmen damit, dass sonst viele Fairtrade-Bauern, besonders, wenn sie nur kleine Mengen produzieren, ihre Rohstoffe nicht verkaufen könnten. Findet ein solcher Mengenausgleich statt, finden Sie einen entsprechenden Hinweis auf der Verpackung.

 

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Letzte Änderung 
28. Januar 2020