So haben Hersteller reagiert:

Werbung mit regionalen Zutaten nun auf Getreide beschränkt

Änderung: Die Bäckerei Büsch versprach für ihre Backwaren „keine billigen Rohstoffe vom anderen Ende der Welt“ zu verwenden, obwohl Palmöl und-fett beispielsweise in den Zimtschnecken steckt. Inzwischen wird nur noch regionales Getreide beworben.
Geändert

Die Firma hat die kritisierten Aussagen/Bilder verändert.

Die Bäckerei Büsch bewarb ihr Sortiment mit vollmundigen Versprechen zur Nachhaltigkeit. Unter anderem versprach die Bäckerei nur das zu verwenden, was in der Region wächst und auf Zutaten vom anderen Ende der Welt zu verzichten. Das trifft jedoch nicht für alle Zutaten zu. Tatsächlich verwendet die Bäckerei für ihre Backwaren wie Zimtschnecken Palmfett und -öl. 
Die Bäckerei hat die Werbung inzwischen deutlich geändert. Sie wirbt nur noch für das verwendete Getreide mit regionaler Herkunft.

Es werden in dem Produkt „Zimtschnecken“ wie in vielen weiteren Produkten von Büsch "regionale Zutaten" angepriesen. Tatsächlich werden Palmöl und Palmfett als Zutaten aufgeführt. Auch bei Produkten wie dem Stutenbrot ist dies der Fall. Die klassische regionale Zutat wäre Butter.
Verbraucher aus Mönchengladbach vom 01.03.2026

Einschätzung der Verbraucherzentrale zur ursprünglichen Website

Frech: Sich eine gute Ökobilanz und regionale Zutaten auf die Fahne zu schreiben, aber tatsächlich Palmfett und -öl zu verwenden.

Darum geht’s:

Im Online-Shop der Bäckerei Büsch gibt es neben den Angeboten zum Kauf Informationen über die Geschichte und das Engagement der Bäckerei zum Thema Nachhaltigkeit. Sie verspricht unter anderem „Billige Rohstoffe vom anderen Ende der Welt? Diese Frage beantworten wir mit einem klaren Nein. Vielmehr setzen wir auf das, was in der Region wächst.“ 

In den Zutatenlisten einiger Backwaren, beispielsweise Zimtschnecken, hat der Verbraucher Palmfett und -öl als weit gereiste Zutaten entdeckt.

Das ist geregelt: 

Informationen über Lebensmittel dürfen nicht täuschen, beispielsweise über die Herkunft der Zutaten. Das ist ein wesentlicher Grundsatz in der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV). 

So sieht’s die Verbraucherzentrale:

Für alle Zutaten eine regionale Herkunft zu versprechen, wenn nur das Getreide aus der Region stammt, ist nicht übertrieben, sondern schlicht gelogen. Da liegt die Vermutung nahe, dass der Trend zu mehr Nachhaltigkeit beim Lebensmitteleinkauf genutzt werden soll, um den Verkauf zu fördern. Die Verärgerung über die Schwindelei ist berechtigt. Kaufinteressierte müssen sich auf Versprechen zur Herkunft der Zutaten verlassen können. 

Fazit:

Die Bäckerei Büsch sollte ihre Online-Werbung zur Nachhaltigkeit überarbeiten und sich dabei an die Tatsachen halten.

Stellungnahme der Büsch GmbH, Kamp-Lintfort

Auf das Schreiben von Lebensmittelklarheit vom 10.03.2026 liegt keine Antwort vor.

Ergebnis

Die Bäckerei hat die Werbung umfassend geändert und bewirbt nur noch das Mehl mit regionaler Herkunft.