Das ärgert beim Einkauf:

Immer wieder Probleme mit dem Aldi Transparenz-Code ATC

Der Code soll Transparenz bringen. Regelmäßig melden Verbraucher:innen aber, dass er eine Fehlermeldung oder falsche Ergebnisse liefert.
Getäuscht?

Über diese Aussagen/Bilder ärgern sich Verbraucher:innen.

Die Handelskette Aldi verspricht mit dem Transparenz-Code ATC detaillierte Informa-tionen zur Herkunft von Fleisch, Fisch und Eiern. Verbraucher:innen sollen auf trans-parenz.aldi.de den ATC eingeben und Details zur Herkunft der Lebensmittel erfahren können. Statt der beworbenen Informationen erhalten sie immer wieder eine Fehler-meldung oder offensichtlich falsche Angaben. Die Redaktion von Lebensmittelklar-heit hat bereits mehrere Fälle dazu veröffentlicht. Zwar korrigiert der Discounter die Fehler bei den gemeldeten Fällen. Das löst jedoch nicht das grundlegende Problem: Daten sind nicht verlässlich vorhanden. Die Qualitätssicherung ist offenbar nicht ausreichend. 
Aldi sollte sicherstellen, dass der beworbene Transparenz-Code zuverlässig richtige Ergebnisse anzeigt.

Zu Entrecote vom Rind: ATC Code Fehler, keine Angabe über Herkunft möglich. Angeblich falscher Code. [Prüfung der Redaktion von Lebensmittelklarheit: Der Code der Verbraucherin ergab kein Ergebnis. Ein anderer Code auf dem von Lebensmittelklarheit vorgefundenen Produkt führte zu einem falschen Ergebnis.]
Verbraucherin aus Stuttgart vom 14.06.2026
[Anmerkung der Redaktion: Code funktioniert jetzt.]

Zu Almare Food edel Matjesfilets nordische Art: Keine Information durch den aufgedruckten ATC Code ermittelbar. Wenn ich solch ein ATC-Feld auf der Packung finde und Aldi sich durch den Gebrauch von diesem als verantwortungsvoller Händler positioniert, erwarte ich, dass ich hier Informationen finde.
Verbraucherin aus Köln vom 17.05.2026
[Anmerkung der Redaktion: Code funktioniert jetzt.]

Zu Bio Nackensteaks Paprika: Wie schon eine andere Rezession hier 2021 angab, das ATC System zur Rückverfolgung zeigt an: kein Code gefunden. Code war: TIL38425630. Ich glaube auch mittlerweile, dass das alles reiner Betrug ist, nur zur Werbung wo das Fleisch […]
Verbraucher aus München vom 14.05.2026
[Anmerkung der Redaktion: Code funktioniert jetzt.]

Zu Almare Thunfisch-Filets: Transparenzcode unersichtlich.
Verbraucher aus Besigheim vom 14.02.2026
[Anmerkung der Redaktion: Code funktioniert jetzt.]

Fair & Gut Tierwohl Weidemilch: QR Code zum Abruf der Infos zur Herkunft & Tierwohl führt zu einer fehlerhaften Online Webseite. 
Verbraucher aus Bad Rappenau vom 31.01.2026
[Anmerkung der Redaktion: Code funktioniert jetzt.]

Einschätzung der Verbraucherzentrale

Mit Herkunftsinformationen zu werben, aber sie nicht zuverlässig zu liefern, geht nicht. Dass Aldi die Fehler nach Meldung durch die Redaktion von Lebensmittelklarheit korrigiert, behebt das grundlegende Problem nicht. Es mangelt offenbar an einer funktionierenden Qualitätssicherung.

Darum geht’s:

Unter dem Logo ATC erklärt Aldi „Für mehr Herkunftsinformationen bitte untenstehenden ATC auf transparenz.aldi.de eingeben“. Verbraucher:innen berichten aber immer wieder, dass der Transparenz-Code bei konkreten Produkten nicht funktioniert. Entweder erhalten sie eine Fehlermeldung oder ein offensichtlich falsches Ergebnis, zum Beispiel ein anderes Produkt. 
Die Redaktion von Lebensmittelklarheit überprüft die Kritik und schreibt den Discounter an. Dieser korrigiert die Fehler regelmäßig. Dass er die Zuverlässigkeit des Codes verbessert, kann die Redaktion jedoch nicht erkennen.

Das ist geregelt: 

Informationen über Lebensmittel dürfen nicht täuschen, beispielsweise über die Herkunft. Das ist ein wesentlicher Grundsatz in der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV). Das gilt auch für freiwillige Angaben.

So sieht’s die Verbraucherzentrale:

Die Möglichkeit, Details zur Herkunft eines Lebensmittels zu ermitteln, kann für Kund:innen kaufentscheidend sein. Werben Anbieter auf der Lebensmittelverpackung mit solchen zusätzlichen Informationen, sollten diese verlässlich verfügbar sein. Das ist beim ATC von Aldi nicht der Fall.
Eine Stichprobe von Lebensmittelklarheit im Jahr 2025 zeigte: Bei jedem dritten der 61 bei Aldi Süd geprüften Fleisch- und Fischerzeugnisse führte der Code nicht zu den versprochenen Daten. Regelmäßige Meldungen – bisher fünf im Jahr 2026 – bei Lebensmittelklarheit machen deutlich, dass sich die Situation nicht verbessert. An einer funktionierenden Qualitätssicherung mangelt es. 

Fazit:

Aldi sollte auf die Werbung mit dem ATC verzichten oder die versprochenen Informationen zuverlässig zur Verfügung stellen.

Stellungnahmen der Unternehmensgruppe Aldi Nord und Aldi Süd

Zu Entrecote vom Rind, Kurzfassung
ALDI SÜD bittet zu entschuldigen, dass es bei dem beschriebenen Fall zu einer technischen Einschränkung auf der ATC-Plattform gekommen ist. Dem Hinweis wurde umgehend nachgegangen und die Ursache behoben. Kund:innen können nun wieder auf die Herkunftsinformationen des Produkts zugreifen.

Zu Almare Matjesfilet
Das Ziel von ALDI SÜD ist es, Kund:innen möglichst umfassende Informationen zur Herkunft unserer Fisch- und Fleisch-Produkte zu geben. Mit dem ALDI Transparenz Code (ATC) schafft ALDI SÜD mehr Transparenz, indem Kund:innen chargenspezifische Herkunftsdaten einsehen können.
Wir bedauern, dass es in dem von Ihnen beschriebenen Fall zu einem Fehler bei der Abrufbarkeit des ATC Codes gekommen ist.   
Dem Hinweis des Kunden wurde sofort nachgegangen und direkt Kontakt zu den betreffenden Lieferanten aufgenommen. Der Fehler wurde inzwischen identifiziert und behoben.

Zu Bio Nackensteaks Paprika
Das Ziel von ALDI SÜD ist es, Kund:innen möglichst umfassende Informationen zur Herkunft unserer Fisch- und Fleisch-Produkte zu geben. Mit dem ALDI Transparenz Code (ATC) schafft ALDI SÜD mehr Transparenz, indem Kund:innen chargenspezifische Herkunftsdaten einsehen können.
Wir bedauern, dass es in dem von Ihnen beschriebenen Fall zu einem Fehler bei der Abrufbarkeit des ATC Codes gekommen ist.   
Dem Hinweis des Kunden wurde sofort nachgegangen und direkt Kontakt zu den betreffenden Lieferanten aufgenommen. Der Fehler wurde inzwischen identifiziert und behoben.

Zu Almare Thunfisch-Filets
Das Ziel von ALDI SÜD ist es, Kund:innen möglichst umfassende Informationen zur Herkunft unserer Fisch-Produkte zu geben. Mit dem ALDI Transparenz Code (ATC) schafft ALDI SÜD mehr Transparenz, indem Kund:innen chargenspezifische Herkunftsdaten einsehen können. 
Wir bedauern, dass es in dem von Ihnen beschriebenen Fall zu einem Fehler bei der Abrufbarkeit des ATC Codes gekommen ist.  
Dem Hinweis des Kunden wurde sofort nachgegangen und direkt Kontakt zu den betreffenden Lieferanten aufgenommen, um den Fehler zu identifizieren und umgehend zu beheben.
Wir können Ihnen hiermit mitteilen, dass es bei dem ATC Code CLA257105400670200401 des Artikels „Thunfischfilets in Sonnenblumenöl“ bei der Übertragung der Herkunftsdaten ins System zu einem technischen Fehler gekommen ist. Die Fehler wurden zwischenzeitlich seitens des Lieferanten behoben und die Herkunftsdaten des ATC Codes sind nun über die Webseite abrufbar. 
Darüber hinaus können wir Ihnen mitteilen, dass ALDI SÜD regelmäßige Qualitätsprüfungen der ATC Codes durchführt.

Zu Fair & Gut Tierwohl Weidemilch
Das Ziel von ALDI SÜD ist es, seinen Kund:innen möglichst umfassende Informationen zur Herkunft seiner Produkte zu geben. Mit dem ALDI Transparenz Code (ATC) schafft ALDI SÜD mehr Transparenz, indem Kund:innen chargenspezifische Herkunftsdaten einsehen können. 
Bezüglich des Artikels „Fair & Gut Tierwohl Weidemilch 3,5%“ möchten wir Ihnen mitteilen, dass der auf der Verpackung aufgebrachte QR-Code nicht mehr unterstützt wird. Wir sind bereits dabei, den QR-Code von den Verpackungen zu entfernen. 
Wir bitten Sie um Verständnis dafür, dass im Zuge dieser Umstellung noch Verpackungen mit dem abgelaufenen QR-Code für eine begrenzte Zeit in den Filialen erhältlich sein werden. Aus Nachhaltigkeitsgründen werden Verpackungen mit dem abgelaufenen QR-Code derzeit noch abverkauft. 

Ergebnis

Aldi hat in der Vergangenheit regelmäßig Fehler korrigiert, wenn Lebensmittelklarheit sie weitergegeben hat. Das grundlegende Problem mangelnder Zuverlässigkeit besteht weiterhin.