Das ärgert beim Einkauf:

Deutsche See Lachsstremel Bunter Pfeffer

Die Sortenbezeichnung „Bunter Pfeffer“ ist falsch, wenn der Lachsstremel nur mit schwarzem Pfeffer gewürzt ist.
getaeuscht

Der Anbieter weist auf der Schauseite zweimal, im Produktnamen und dem Hinweis „mit einer Auflage von gestoßenem bunten Pfeffer“, auf verschiedenfarbige Pfeffersorten hin. Die Zutatenliste führt lediglich schwarzen Pfeffer, nicht aber roten, weißen oder grünen Pfeffer auf. Bunt wird die Auflage des Lachsstremels durch Senfkörner, Karotten und Paprikaflocken. Die Angaben auf der Schauseite widersprechen der tatsächlichen Zusammensetzung.
Der Anbieter hat angekündigt den Fehler zu korrigieren und die Auslobung mit buntem Pfeffer zu entfernen. 

Der Namenszusatz „Bunter Pfeffer“ lässt auf eine Mischung unterschiedlicher Pfeffersorten schließen. Direkt unter der Produktbezeichnung steht „mit einer Auflage aus gestoßenem buntem Pfeffer“.
Es wurde jedoch lediglich schwarzer Pfeffer verwendet. Für die passende Optik von buntem Pfeffer wurde auf Karotten, roten Paprikaflocken und Senfsaat zurückgegriffen. Diese haben nichts zu suchen in einer Mischung aus gestoßenem buntem Pfeffer!
Verbraucherin aus Sarstedt vom 20.02.2022

Einschätzung der Verbraucherzentrale

Der Lachstremel wirbt mit „Bunter Pfeffer“, obwohl die Zutatenliste lediglich schwarzen Pfeffer aufführt. Der Anbieter sollte die Kennzeichnung korrigieren.

Darum geht’s:

Auf der Schauseite nennt der Anbieter das Produkt „Lachstremel Bunter Pfeffer“. Der Zusatz „bunter Pfeffer“ fällt durch die weiße Schrift auf braunen Untergrund ins Auge. Der Produktname wird ergänzt durch den Hinweis „heißgeräuchert – genussfertig, praktisch grätenfrei, mit Haut, mit einer Auflage aus gestoßenem bunten Pfeffer“. Das Etikett zeigt das Produkt mit einer Auflage von schwarzen, beigefarbenen und roten Körnern beziehungsweise Stückchen. Durch die Folienverpackung ist auch das Produkt selbst zu sehen. Die Zutatenliste auf der Rückseite listet neben Lachsfilet die Zutaten „Salz, Karotten, Senfsaat, rote Paprikaflocken, Pfeffer schwarz, Zwiebeln, Rauch“ auf.

Das ist geregelt:

Informationen über Lebensmittel dürfen nicht täuschen, beispielsweise über die Zusammensetzung eines Lebensmittels. Das ist ein wesentlicher Grundsatz in der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV).

So sieht’s die Verbraucherzentrale:

Der Hersteller verwendet laut Zutatenliste ausschließlich schwarzen Pfeffer. Es handelt sich somit nicht um das Produkt, das der Anbieter auf der Vorderseite verspricht. 

Fazit:

Der Anbieter sollte die sich widersprechende Kennzeichnung korrigieren.

Stellungnahme der Deutsche See GmbH, Bremerhaven

Kurzfassung:

Nach einer internen Prüfung steht fest, dass die Reklamation berechtigt ist: Die Be-schreibung auf dem Etikett ist nicht korrekt und wird schnellstmöglich angepasst. Die falsche Auslobung mit buntem Pfeffer wird entfernt. Wir betonen, dass es nicht unsere Absicht war, mit missverständlichen Botschaften zu werben. An dieser Stelle ist uns ein Fehler unterlaufen, den wir zu entschuldigen bitten.

Ergebnis

Der Anbieter hat angekündigt die Kennzeichnung zu korrigieren. Der Produktname lautet zukünftig „Stremellachs – Pfeffer“. Er wird den Hinweis „Auflage mit gestoßenem bunten Pfeffer“ ersetzen durch „Auflage mit gestoßenem Pfeffer“. 
Ein Entwurf der geänderten Schauseite liegt der Redaktion vor. Einen Zeitpunkt, wann das Produkt im Handel erhältlich ist, hat der Anbieter bisher nicht mitgeteilt.