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Erfolgreich abgemahnt: Kinder-Lolli mit Zahnpflege-Versprechen

Toothpop Zahnpflege Lolli

Lollis sind bei fast allen Kindern beliebt. Sie stecken jedoch gewöhnlich voller Zucker und greifen die Zähne an. Ein Zahnpflege-Lolli, der angeblich Karies vorbeugt und Zahnbelag reduziert, scheint da eine geniale Idee. Doch Hersteller dürfen die Lebensmittel nicht einfach mit zahlreichen Gesundheitsversprechen bewerben – auch nicht, wenn sie statt Zucker den Zuckeraustauschstoff Xylit enthalten. Doch genau das hat der Hersteller des Lutschers „Toothpop“ mit seinen Werbeaussagen getan. Nach einer Verbraucherbeschwerde bei Lebensmittelklarheit hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) den Anbieter der Lollis, die Sales plus GmbH, abgemahnt.

Unter anderem warb das Unternehmen mit Aussagen wie „Der erste Zahnpflege-Lolli“, „reduziert den Zahnbelag“ und „beugt Karies vor“. Sogar „von Zahnärzten empfohlen“ sei das Produkt, das der Anbieter als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet. Bunte Schrift und die Zeichnung eines niedlichen Nagetiers ließen keinen Zweifel daran, dass die Süßigkeit vor allem für Kinder kreiert wurde. Doch der Blick in die Zutatenliste zeigt, dass der Lolli neben der Hauptzutat Xylit und dem Füllstoff Isomalt vor allem eine Reihe Zusatzstoffe, die Vitamine C und D sowie einen geringen Teil getrocknete Erdbeeren enthält. Für Xylit sind nur zwei gesundheitsbezogene Angaben zugelassen, darunter die Aussage „Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von Zucker Xylit enthalten, trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei“. Doch die Werbung der Sales plus GmbH ging über diese Aussage weit hinaus.     

Das Unternehmen hat sich in der Unterlassungserklärung vom 22.11.2018 verpflichtet, das Produkt nicht mehr mit den beanstandeten Aussagen zu bewerben.

Letzte Änderung 
11. Dezember 2018
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Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.