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Warum sind Seelachsschnitzel gefärbt?

Seelachsschnitzel
© HLPhoto - Fotolia.com

Frage

Warum werden Seelachsschnitzel eigentlich gefärbt? Bezogen auf eine gesunde Ernährung ist das einfach nicht okay. Ein Beispiel aus einer Zutatenliste: Farbstoffe Ammonsulfit-Zuckercouleur + Gelborange S + Cochenillerot A (kann die Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen), Raucharoma. Aber wo bekomme ich ungefärbte Schnitzel her?

Antwort

Gefärbter Seelachs hat eine lange Tradition. Angeblich hat eine Geschäftsfrau das Produkt während des ersten Weltkriegs, als der echte Lachs knapp wurde, erfunden. Im Laufe der Jahre wurde es zum Kassenschlager, da es verhältnismäßig preisgünstig verkauft wurde.

Auch heute noch gibt es offenbar eine Nachfrage für Produkte aus gefärbtem Seelachs. Neben gefärbten Seelachsscheiben in Öl sind heute vor allem gefärbte Seelachsschnitzel zu finden. Um eine Verbrauchertäuschung zu vermeiden, ist laut den Leitsätzen für Fisch und Fischerzeugnisse der Hinweis „Lachsersatz“ beziehungsweise „gefärbt“ in der Bezeichnung üblich.

Seelachs hat von Natur aus weißes, teilweise aber auch dunkles Fleisch. Da es sich bei den Seelachsschnitzeln um Lachsersatz handelt, ist die orange Farbe für die Produkte charakteristisch. Sie wird durch den Zusatz von Farbstoffen erzielt. Ungefärbte Produkte gibt es unseres Wissens nicht.  

Wir können gut nachvollziehen, dass Sie Farbstoffe in Lebensmittel vermeiden möchten, zumal in Lachsersatz unter anderem umstrittene Azofarbstoffe zum Einsatz kommen. Aus Sicht von Lebensmittelklarheit sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auf den ersten Blick erkennen können, um welches Lebensmittel es sich handelt. Dazu gehört für uns auch der Hinweis „gefärbt“ auf der Schauseite der Verpackung.

Alternativen sind der echte Lachs und salzige Fischerzeugnisse wie Sardellen.

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Letzte Änderung 
16. Juli 2021