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Kartoffeln: "nach der Ernte behandelt“

Kartoffeln, "nach der Ernte behandelt“: Wo erfahre ich, womit und wozu Kartoffeln behandelt wurden?

Frage

Ich hätte gerne Infos über Behandlungsmittel bei Kartoffeln. Wohin soll ich mich wenden, um zu erfahren, womit und wozu Kartoffeln "nach der Ernte behandelt" werden?

Antwort

Nicht alle Behandlungsmittel für Kartoffeln sind kennzeichnungspflichtig. Die wenigen kennzeichnungspflichtigen Mittel sind bereits nicht mehr zugelassen. Nur eines darf noch aufgebraucht werden.

Um eine längere Haltbarkeit zu erzielen, dürfen Kartoffeln nach der Ernte mit Keimhemmungsmitteln behandelt werden. Dafür zugelassen sind Ethylen, Grüne-Minze-Öl, Maleinsäurehydrazid und 1,4-Dimethylnaphthalin. Für diese Mittel besteht keine Kennzeichnungspflicht. Ob eines davon verwendet wurde, können Sie nur über den Anbieter selbst erfragen. Ethylen und Grüne-Minze-Öl sind auch für Bio-Speisekartoffeln erlaubt.  

Eine Kennzeichnungspflicht gilt nur für die Behandlung mit den Mitteln Imazalil, Thiabendazol und Chlorpropham. So verlangt es die Rückstandhöchstmengen-Verordnung. Allerdings sind alle drei Mittel nicht mehr für Speisekartoffeln zugelassen. Zuletzt endete die Zulassung für Chlorpropham im Juli 2019. Restbestände dürfen nur noch bis Oktober 2020 aufgebraucht werden.

Der Hinweis „nach der Ernte behandelt“ ist daher derzeit gleichbedeutend mit „behandelt mit Chlropropham“ und müsste im Laufe des Jahres 2021 von den Kartoffelverpackungen verschwinden.

 

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Letzte Änderung 
4. Dezember 2019