„Wanuka“-Honig: Auffällige Nähe zur Aufmachung von Manuka-Honig
Über diese Aussagen/Bilder ärgern sich Verbraucher:innen.
Zusammenfassung
Die Imkerei Robin Frisch bietet auf wanuka.de das Produkt „Wanuka Premium Honig“ an. Der Produktname „Wanuka“ lehnt sich offenbar an „Manuka“ an, der Bezeichnung für einen Honig aus dem Nektar der Manukablüte, der aus Neuseeland oder Australien stammt. Auch ein edel aussehendes, dunkles Etikett ist häufig bei Manuka-Honig zu finden. Zusätzlich sprechen der ungewöhnlich hohe Preis von 15.99 Euro für 500 Gramm und der Hinweis „Premium“ für den besonderen Honig.
Tatsächlich handelt es sich um einen gewöhnlichen regionalen Honig aus der Stadt Wanne-Eickel in Nordrhein-Westfalen.
Die Imkerei sollte Namen und Gestaltung des Honigs nicht an einen Manuka-Honig anlehnen.
Beschwerde
Ich fühle mich durch die Produktbezeichnung „Wanuka Premium Honig“ als Verbraucher getäuscht. Beim Lesen des Namens bin ich zunächst davon ausgegangen, dass es sich um einen Manuka-Honig oder ein damit vergleichbares Produkt handelt. Erst in der Beschreibung wurde deutlich, dass es sich tatsächlich um einen gewöhnlichen Stadthonig aus Wanne-Eickel handelt. Aus meiner Sicht lehnt sich die Bezeichnung sehr stark an den bekannten Begriff „Manuka“ an und kann Verbraucher zu einer falschen Erwartung über Art und Qualität des Produkts führen. Ich bitte Sie um Prüfung, ob diese Produktbezeichnung aus verbraucherrechtlicher Sicht zulässig ist.
Verbraucher aus Herne vom 08.07.2026
Einschätzung der Verbraucherzentrale
Die elitäre Aufmachung und der Name „Wanuka“ vermitteln die Wertigkeit und Exklusivität eines Manuka-Honigs. Dies entspricht nicht dem tatsächlichen Charakter und den Eigenschaften des Honigs aus Wanne-Eickel und kann falsche Erwartungen wecken.
Darum geht’s:
Die Imkerei Robin Frisch bietet auf wanuka.de den Honig „Wanuka Premium Honig“ an. Beschrieben ist der Honig mit den Hinweisen „Wanuka Premium Stadthonig aus Wanne-Eickel überzeugt durch unverfälschte Qualität …“ und „Wanuka Premium Stadthonig wird von unseren Bienen in Wanne-Eickel gesammelt. Er entsteht aus dem vielfältigen Nektarangebot der Stadt von Gärten, Parks und Balkonen bis hin zu Blühstreifen und Verkehrsinseln“.
Der Verbraucher empfindet den Namen des Honigs als täuschend, weil er auf Manuka-Honig anspielt.
Das ist geregelt:
Informationen über Lebensmittel dürfen nicht täuschen, beispielsweise über die Identität und Eigenschaften. Das ist ein wesentlicher Grundsatz in der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV).
Die LMIV fordert außerdem, dass bei Lebensmitteln, bei denen Verbraucher:innen eine bestimmte Zutat erwarten, die durch eine andere Zutat ersetzt wurde, dies zusätzlich kenntlich gemacht wird. Die Anbieterfirmen müssen in unmittelbarer Nähe zum Produktnamen in 75 % der x-Höhe des Produktnamens die als Ersatz verwendete Zutat nennen.
In der Honig-Verordnung ist Manuka-Honig nicht definiert.
So sieht’s die Verbraucherzentrale:
Der Name „Wanuka“ und die auffällige Gestaltung des Etiketts erzeugen eine deutliche Nähe zum bekannten, sortenreinen Manuka-Honig aus Neuseeland. Dadurch erhält der gewöhnliche Honig aus Wanne-Eickel den Anschein eines besonderen, exklusiven Premiumprodukts. Mit diesem hat er aber nichts gemein: Manuka-Honig stammt aus den Blüten des Manuka-Strauchs. Aufgrund seiner begrenzten Verfügbarkeit und besonderen Inhaltsstoffe ist es ein exklusives, hochpreisiges Produkt. „Wanuka-Honig“ ist ein gewöhnlicher, regionaler „Stadthonig“ aus Wanne Eikel in Nordrhein-Westfalen.
Der Name und die elitäre Aufmachung sind völlig fehl am Platz und vermitteln einen falschen Eindruck.
Fazit:
Die Imkerei sollte Namen und Gestaltung des Honigs nicht an einen Manuka-Honig anlehnen.
Stellungnahme der Imkerei Robin Frisch, Herne
Text-Ausschnitt aus der Original-Stellungnahme
Wanuka ist unsere Marke und keine Bezeichnung einer Honigsorte. Der Name verbindet unsere Heimat mit einer persönlichen Erinnerung: WAN steht für das Kfz Kennzeichen von Wanne Eickel, U und KA stehen für ‚und Karin‘. Damit erinnert der Name an meine verstorbene Mutter.



