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Nährwertangaben

Rubrik: 
Gesundheit + Nährwert

Unterschiedliche Zahlen bei Nährwertangaben verwirren – ist keine klarere Kennzeichnung möglich?

Nährwertkennzeichnung © Schlierner - Fotolia.com

Frage

Beim Einkaufen war ich etwas verwirrt über die Nährwertangaben bei einem Schokomüsli. Auf der Vorderseite steht eine Kalorienangabe und auf der Rückseite zwei. Unklar ist jetzt, welche Angabe wofür steht. Erst nachdem man auf die Homepage geht und nachliest, weiß man etwas mehr.

Ohne die Homepage sind die Nährwertangaben nach meiner Ansicht für den Laien nicht verständlich, selbst mit entsprechender Bildung/Ausbildung. Aus meiner Sicht sollte hier eine einfachere und klarere Deklarierung möglich sein.

Nährwertkennzeichnung

Antwort

Für die Nährwertangaben ist vorgeschrieben, dass sie sich auf 100 Gramm oder 100 Milliliter eines Lebensmittels beziehen müssen. Sie finden diese Angabe in Tabellenform, meist auf der Seite oder Rückseite der Verpackung.

Die Tabelle kann zusätzlich zur Berechnung pro 100 Gramm, auch Nährwertangaben pro Portion angeben, dies ist aber nicht vorgeschrieben.

Erweiterte Nährwertinformationen

Zusätzlich zur klassischen Nährwertkennzeichnung in Form einer Tabelle können Firmen freiwillig wichtige Nährwerte in Form einer Grafik darstellen. Verbraucher sollen dadurch leichter verständliche Informationen über den Kaloriengehalt und die Menge an bestimmten Nährstoffen erhalten.

Offiziell empfohlen wird das „1+4-Modell“, das den Energiegehalt und die Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz angibt.
Charakteristisch für die diese Form der Nährwertinformation sind die Angaben, wie viel Prozent der Tagesempfehlung an Kalorien und Nährstoffen die aufgeführte Menge des Lebensmittels liefert.

Dieses Kennzeichnungsmodell ist jedoch nicht rechtsverbindlich. Daher geben viele Firmen andere Nährwertinformationen oder gar keine.

Die Verbraucherzentralen befürworten eine Ampelkennzeichnung, da sie zumindest eine grobe Einschätzung eines Lebensmittels auf den ersten Blick ermöglicht. Sie sollte sich auf 100 Gramm oder 100 Milliliter eines Lebensmittels beziehen, damit Lebensmittel gut vergleichbar sind.

Verbraucherbefragungen haben gezeigt, dass Verbraucher die Nährwertampel besser verstehen als die von der Lebensmittelwirtschaft präferierte „1+4-Modell“.

Letzte Änderung: 
Mittwoch, Februar 13, 2013