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Nährwertangaben

Unterschiedliche Zahlen bei Nährwertangaben verwirren – ist keine klarere Kennzeichnung möglich?

Rubrik 
Gesundheit + Nährwert
Nährwertkennzeichnung
© Schlierner - Fotolia.com

Frage

Beim Einkaufen war ich etwas verwirrt über die Nährwertangaben bei einem Schokomüsli. Auf der Vorderseite steht eine Kalorienangabe und auf der Rückseite zwei. Unklar ist jetzt, welche Angabe wofür steht. Erst nachdem man auf die Homepage geht und nachliest, weiß man etwas mehr.

Ohne die Homepage sind die Nährwertangaben nach meiner Ansicht für den Laien nicht verständlich, selbst mit entsprechender Bildung/Ausbildung. Aus meiner Sicht sollte hier eine einfachere und klarere Deklarierung möglich sein.

Antwort

Beispiel Bis zum Dezember 2016 erfolgt die Nährwertkennzeichnung auf verpackten Lebensmitteln freiwillig. Wie die Nährwertkennzeichnung aussehen muss, regelt die EU-Lebensmittelinformationsverordnung.

Vorgeschrieben ist grundsätzlich die Tabellen-Form, in der sich die Angaben auf 100 Gramm oder 100 Milliliter eines Lebensmittels beziehen. Nur bei Platzmangel können die Nährwerte auch hintereinander aufgeführt werden. Dabei müssen mindestens die „Big 7“ angegeben werden, also der Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiße und Salz.

Die Tabelle kann zusätzlich zur Berechnung pro 100 Gramm, auch Nährwertangaben pro Portion angeben, dies ist aber nicht vorgeschrieben. Die Größe einer Portion legt der Hersteller dabei selbst fest. Er muss aber die Anzahl der Portionen pro Packung angeben.

Zusätzlich zur klassischen Nährwertkennzeichnung in Form einer Tabelle können Firmen freiwillig wichtige Nährwerte in Form einer Grafik darstellen. Sie darf sich auf den Brennwert – also eine Kalorienangabe – beschränken oder sie umfasst den Brennwert zusammen mit den Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz.

Wiederholte Die Angaben beziehen sich entweder auf 100 Gramm/100 Milliliter oder auf eine Portion. Wenn sie für eine Portion berechnet sind, muss der Brennwert zusätzlich für 100 Gramm oder 100 Milliliter gekennzeichnet sein. Verbraucher sollen dadurch leichter verständliche Informationen über den Kaloriengehalt und die Menge an bestimmten Nährstoffen erhalten.

Die Verbraucherzentralen befürworten eine Ampelkennzeichnung, da sie zumindest eine grobe Einschätzung eines Lebensmittels auf den ersten Blick ermöglicht. Sie sollte sich auf 100 Gramm oder 100 Milliliter eines Lebensmittels beziehen, damit Lebensmittel gut vergleichbar sind.

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Letzte Änderung 
6. Oktober 2015