Das hat Lebensmittelklarheit erreicht:

Original Grafschafter Goldsaft

Hinweis: Der Text zu dieser Produktmeldung ist entweder veraltet oder entspricht nicht mehr den Kriterien von lebensmittelklarheit.de

Änderung: Information über enthaltene Mineralstoffe und Vitamine nun klarer
Geändert

Viele Hersteller drucken freiwillig Nährwertangaben auf ihre Verpackungen, häufig in Verbindung mit sogenannten GDA-Angaben. Dabei wird mit Hilfe von Prozentzahlen angegeben, wie viel des täglichen Richtwerts für Energie, Fett, Zucker und Salz  und weitere Nährstoffen in einer Portion des Lebensmittels enthalten ist; Bezugsgröße ist eine erwachsene Frau mit einem Energiebedarf von 2000 kcal. In der Nährwerttabelle des Grafschafter Goldsaftes steht der prozentuale Anteil am empfohlenen Tagesbedarf für die aufgeführten Mineralstoffe und Folsäure in der Spalte für eine Portion von 25 Gramm obwohl er sich auf 100 Gramm Zuckerrübensirup bezieht. Dadurch kann der Anteil der enthaltenen Mineralstoffe und Folsäure größer erscheinen als er tatsächlich ist.
Nach Auffassung der Verbraucherzentrale sollte der Hersteller eine klarere Gestaltung wählen.

Die Nährwerttabelle des Grafschafter Goldsaft (Zuckerrübensirup) finde ich insofern irreführend, als das der vom täglichen Bedarf gedeckte Magnesium- und Eisengehalt unnötigerweise in der Spalte für eine Portion steht, obwohl die Werte offensichtlich nur bei einem Verzehr von 100 g erreicht werden. Sollte der Hersteller dies nicht ändern müssen, so dass klar wird, dass eine Portion entweder weniger abdeckt oder die genannten Prozentwerte dem Verzehr von 100 g entsprechen?
Frau B. aus Espelkamp vom 12.02.2013

Darum geht’s:
Die freiwillige Nährwerttabelle auf dem Seitenetikett gibt die Durchschnittswerte in 100 g, einer Portion von 25 g, die GDA-Werte für eine Standardperson und den GDA-Beitrag in Prozent für den Energiegehalt, die Hauptnährstoffe, Ballaststoffe und Natrium an. Darunter befinden sich farblich abgesetzt noch Werte für die Mineralstoffe Eisen, Magnesium und Kalium sowie für das Vitamin Folsäure. Die Werte stehen in Gramm in der Spalte für 100 g und in Prozent in der Spalte für eine Portion. Daneben steht der Hinweis „des empfohlenen Tagesbedarfes“. Dieser Hinweis legt den Schluss nahe, dass die Prozentwerte den Beitrag der Mineralstoffe und Folsäure an der Tageszufuhr für eine Portion Zuckerrübensirup angeben.
Die Werte in der Spalte GDA für die Standardperson und der Spalte für den Beitrag  einer Portion daran fehlen hier. Daher kann nur wer die empfohlene Tageszufuhr an den Mineralstoffen und Folsäure für die Standardperson kennt, überhaupt merken, – wenn er sich die Mühe macht nachzurechnen –, dass die Werte nicht den Versorgungsbeitrag durch eine Portion sondern für 100 g wiedergeben.

Das ist geregelt:
Bislang ist die Angabe von Nährwerten nur in bestimmten Fällen verpflichtend geregelt, z. B. bei Lebensmitteln für bestimmte Ernährungszwecke wie Säuglingsnahrung oder wenn mit einem besonderen Nährwert oder mit einer gesundheitlichen Wirkung geworben wird. Erst ab Ende 2016 werden aufgrund der neuen EU-Lebensmittelinformations-Verordnung Nährwertangaben für einen Großteil verpackter Lebensmittel verpflichtend.
Die meisten Hersteller drucken jedoch bereits Nährwertangaben auf ihre Verpackungen. Wenn sie dies (freiwillig) tun, müssen die Angaben gut lesbar und leicht auffindbar sein. Zudem ist in der Regel die Tabellenform vorgeschrieben, in der sich die Angaben immer auf 100 Gramm oder 100 Milliliter eines Lebensmittels beziehen müssen. Zusätzlich drucken immer mehr Hersteller auch die Nährwertangaben für eine Portion auf die Verpackung.

So sieht’s die Verbraucherzentrale:
Die Versorgung in Deutschland mit den Nährstoffen Eisen, Folsäure und teilweise auch Magnesium ist in einzelnen Bevölkerungsgruppen nur durch eine gezielte Lebensmittelauswahl zu erreichen. Der Beitrag, den ein Lebensmittel daran leisten kann, ist daher Wert bestimmend. So liefern 25 g Zuckerrübensirup nicht 64 % sondern lediglich 16 % der empfohlen Tageszufuhr an Eisen. Analog gilt dies für Magnesium, Kalium und Folsäure. Der angegebene Versorgungsbeitrag muss durch 4 dividiert werden, um die Werte für eine Portion zu erhalten.
Die grafische Darstellung ist missverständlich und muss geändert werden. Es sollte durchgängig deutlich sein, worauf sich die Nährwertangaben und worauf sich die Richtwerte beziehen.

Stellungnahme der Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG, Meckenheim

Kurzfassung:
Wir bedauern sehr, dass sich teilweise einige Verbraucher durch unsere Darstellungsform der Mineralstoffgehalte auf unserer Verpackung geirrt fühlen. Da dieses jedoch in keinem Fall unsere Absicht war, werden wir die Darstellung auf unserem Etikett bei der in Kürze folgenden Neuauflage der Becherverpackung selbstverständlich ändern, um zukünftig eine Verbraucherverwirrung auszuschließen.

Ergebnis

Der Anbieter hat die Nährstofftabelle überarbeitet. Sie gibt neu nur noch für 100 g Zuckerrübensirup den Brennwert und die Nährstoffgehalte sowie den Beitrag an der Zufuhrempfehlung für Eisen, Magnesium, Kalium und Folsäure an. Die geänderte Verpackung wird ab Juli 2013 in den Handel kommen.

Hinweis: Der Text zu dieser Produktmeldung ist entweder veraltet oder entspricht nicht mehr den Kriterien von lebensmittelklarheit.de