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Sardellenpaste

 

Sardellenpaste mit Schweineschmalz

Verbraucherbeschwerde 

In der Sardellenpaste befindet sich laut Inhaltsangabe Schweineschmalz. Auf der Tube sind nur Fische zu sehen. Mir fehlt ein Schwein auf der Tube.
Herr L. aus Detmold vom 22.07.2011

Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung:

Die Zugabe von Fett ist für die Herstellung von Sardellenpaste erlaubt. Enthält die Fischpaste jedoch tierisches Schweineschmalz oder Fett einer anderen Tierart, sollte nach Ansicht der Verbraucherzentrale bereits auf der Vorderseite ein Hinweis stehen. Außerdem sollte der Anteil an Sardellen festgeschrieben werden.

Darum geht’s:

Die Sardellenpaste enthält entgegen der Verbrauchererwartung laut Zutatenliste Schweineschmalz.

Das ist geregelt:

Nach den Leitsätzen für Fische, Krebs- und Weichtiere und Erzeugnisse besteht eine Sardellenpaste aus Salzsardellen, die zu einer streichfähigen Masse zerkleinert sind, mit oder ohne Zusatz von Fett. Eine konkrete Vorgabe für die Art des Fettes sowie die zu verwendende Menge an Sardellen, um ein Produkt „Sardellenpaste“ nennen zu dürfen, gibt es nicht.

So sieht’s die Verbraucherzentrale:

Aus unserer Sicht ist es verständlich, wenn Verbraucher in einem Fischerzeugnis kein Produkt mit einem erheblichen Anteil Schweineschmalz vermuten. Darauf sollte die Schauseite bereits hinweisen, so dass Verbraucher dies nicht erst durch den Blick auf die Zutatenliste erfahren. Nach unseren Recherchen sind Sardellenpasten häufig mit pflanzlichen Fetten hergestellt, so dass uns diese Rezeptur nicht mehr zeitgemäß scheint.

Fazit:

Um Missverständnissen vorzubeugen, fordern wir an dieser Stelle eine Verbesserung der Leitsätze: „Sardellenpaste“ sollte ausschließlich pflanzliche Fette enthalten, anderenfalls sollte auf der Schauseite ein Hinweis auf die Abweichung erfolgen. Außerdem sollte der Anteil an Sardellen festgeschrieben werden.

Status 

Die Verbraucherzentrale hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz [aktuell: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft] über die Kennzeichnungsproblematik informiert.

Stand 
31. Januar 2019