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Müllermilch Fructiv Heimische Früchte, Beispiel Sorte Kirsche-Brombeere

 

„Heimische“ Früchte kommen aus Mitteleuropa und je nach Marktlage auch aus Übersee

Verbraucherbeschwerde 

Auf meine Frage an Müllermilch, woher die Fruchtsäfte und -konzentrate der Serie Fructiv Limitiert Heimische Früchte genau kommen, ob sie wirklich aus Deutschland stammen, habe ich folgendes zur Antwort bekommen:


„Mit dem Begriff "Heimische Früchte" möchten wir zum Ausdruck bringen, dass es sich bei der Fruchtvariante um in unserer mitteleuropäischen Region vorkommende, typische Fruchtsorten handelt. Dadurch möchten wir uns von den sonst eher exotischen Früchten im dem Produktprogramm "Fructiv" abheben. Je nach Marktlage werden diese Früchte oder Säfte auch überregional beschafft.“ Die Früchte sind also nicht heimisch!
Herr S. aus Albersweiler vom 17.01.2013

Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung:
Erweckt die Bezeichnung eines Produktes den Eindruck, die Zutaten weisen eine spezielle Herkunft auf, sollte dies auch zutreffen. Unserer Auffassung nach dürften Verbraucher in Deutschland unter „Heimat“ Deutschland verstehen und bei „heimischen Früchten“ annehmen, dass diese in Deutschland angebaut werden.
Ist dies nicht der Fall sollte der Anbieter auf die Herkunftswerbung verzichten.

Darum geht’s:
Auf dem Etikett der Schauseite sind Apfel, Birne, Kirschen und Brombeeren abgebildet und darunter steht „Heimische Früchte Kirsche-Brombeere“. Was für ein Produkt genau in der Flasche steckt – Molkenmischerzeugnis mit Fruchtsaftkonzentraten und verschiedenen weiteren Zusätzen –, kann der Verbraucher erst dem Kleingedruckten entnehmen.
Was der Anbieter unter der Werbung „heimisch“ versteht, ist nicht erläutert, sondern wird dem Verständnis des Verbrauchers überlassen.
Auf Nachfrage hat der Anbieter dem Verbraucher erläutert, dass er mit „heimischen„ Früchten nicht die tatsächliche Herkunft der Früchte aus Deutschland meint, sondern dass die Fruchtarten theoretisch in Deutschland wachsen, aber die Zutaten im konkreten Produkt nicht daher stammen müssen.

So sieht’s die Verbraucherzentrale:
Die Werbeaussage „heimische Früchte“ dürften Verbraucher so verstehen, dass die Früchte in Deutschland angebaut wurden, was nicht der Fall ist.
Um falsche Erwartungen beim Verbraucher zu vermeiden, sollte der Anbieter unserer Ansicht nach auf die Werbung mit der Bezeichnung „heimisch“ verzichten.

Stellungnahme der Molkerei Alois Müller GmbH, Aretsried

Kurzfassung erstellt durch die Verbraucherzentrale Hessen:
Mit dem Begriff „Heimische Früchte“ würde zum Ausdruck gebracht, dass es sich bei der Geschmacksvariante um typische Fruchtsorten Mitteleuropas handelte Die Molkerei Müller gibt an, den Bezug der Früchte- und Fruchtsaftkonzentrate aus Europa anzustreben. Um den Genuss der Sorten zu ermöglichen, könne witterungs- und saisonbedingt die Rohstoffbeschaffung auch über den europäischen Raum hinausgehen.

Stellungnahme Downloads 
Stand 
5. Juni 2013