Skip to content Skip to navigation

Schriftgröße

-A +A

Gänseschmalz

 

Gänseschmalz darf nach den Leitsätzen bis zu 10 Prozent Schweineschmalz enthalten

Verbraucherbeschwerde 

Habe Schmalz im online-Shop gekauft. Produkt bezeichnet als Gänseschmalz mit Äpfeln und Zwiebeln, keine Info über 10 % Schweineschmalz! Produkt gekriegt mit Zutaten: 79 % Gänseschmalz, 10 % Schweineschmalz, Äpfel, Zwiebeln …Wir haben es erst gemerkt, als wir das Schmalz gegessen haben.
Verbraucherin aus Köln vom 28.02.2013

Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung:

Dass in Gänseschmalz auch zehn Prozent Schweineschmalz stecken kann, erfahren Verbraucher häufig erst über die Zutatenliste. Ein Hinweis auf Bestandteile anderer Tierarten als der in der Bezeichnung genannten sollte nach Ansicht der Verbraucherzentrale bereits gut lesbar auf der Vorderseite erfolgen.

Darum geht’s:

Das erworbene Gänseschmalz enthält entgegen der Verbrauchererwartung laut Zutatenliste 10 Prozent Schweineschmalz.

Das ist geregelt:

Nach den Leitsätzen für Speisefette werden tierische Speisefette nach der Art des Schlachttieres oder Schlachtgeflügels bezeichnet, beispielsweise Schweineschmalz, Gänseschmalz oder Rinderfett (Rindertalg). Als Besonderheit darf Gänseschmalz zur Konsistenzverbesserung bis zu 10 Prozent Schweineschmalz enthalten.

So sieht’s die Verbraucherzentrale:

Verbrauchern muss nicht bekannt sein, dass Gänseschmalz auch Schweineschmalz enthalten kann. Das sollten sie auf den ersten Blick erkennen können. Daher ist eine Änderung der Leitsätze erforderlich.

Fazit:

Wenn Gänseschmalz auch Schweineschmalz enthält, sollten Verbraucher dies auf den ersten Blick erkennen können. „Gänseschmalz mit 10 % Schweineschmalz“ wäre eine Bezeichnung, die die Zusammensetzung klarer beschreiben würde.

Status 

Die Verbraucherzentrale hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz [aktuell: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft] über die Kennzeichnungsproblematik informiert.

Stand 
31. Januar 2019