Skip to content Skip to navigation

Archiv

Desiree Waffelmischung

 

Zu wenig Waffeln mit Schokolade

Verbraucherbeschwerde 

Der Inhalt stimmt keinesfalls mit dem Aufmacherbild überein. So waren von den Waffeln mit der aufgespritzten Schokolade keine in der Tüte, die länglich runden mit den schokolierten Enden nur 2 Stück und von den komplett schokolierten ebenfalls nur 2 Stück. Fast der komplette Inhalt hatte keinerlei Spuren von Schokolade auf der Waffel.

Herr S. aus Mönchengladbach vom 16.11.2011

Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung
Bei dem Produkt erwarten Verbraucher aufgrund der Abbildungen von Schokowaffeln und der Bezeichnung „Waffelmischung“ nach Ansicht der Verbraucherzentrale einen wesentlich höheren Anteil der mit Schokolade überzogenen Waffeln. Das Verhältnis von Waffeln mit und ohne Schokolade sollte auf der Verpackung nur abgebildet sein, wenn dies auch dem Inhalt der Packung entspricht.

Darum geht's:
In der von der Verbraucherzentrale gekauften Produktpackung Desiree Waffelmischung waren zwar mehr Waffeln mit Schokoladenüberzug als vom Verbraucher reklamiert. Allerdings weniger als die Abbildung auf der Frontseite der Packung erwarten lässt. Diese Fotos zeigen einen Anteil von 43 % Schokoladenwaffeln. Tatsächlich macht der Anteil schokolierter Waffeln nur ein Drittel (33,3 %) des Inhalts der gekauften Packung aus.

So sieht's die Verbraucherzentrale
Beim Produktnamen „Waffelmischung“ und der Abbildung unterschiedlicher Waffeln sowohl mit als auch ohne Schokolade erwarten Verbraucher ein ähnliches Mischungsverhältnis auch in der Verpackung. Da man weder in die Packung schauen kann, noch weitere Hinweise zum Anteil an Schokowaffeln erhält, kann sich der Verbraucher lediglich an den Fotos auf der Tüte orientieren. Der Hinweis bei der Zutatenliste „Waffelmischung – Zartbitter-Schokolade (6 %)“ bietet ebenfalls keine Hilfe. Der Verbraucher fühlt sich verständlicherweise getäuscht, wenn statt des erwarteten Anteils von 43 %, also knapp der Hälfte, nur ein Anteil von einem Drittel (33,3 %) Schokowaffeln in der Packung sind.

Fazit
Nach Sicht der Verbraucherzentrale sollte der Anteil der abgebildeten Schokowaffeln dem tatsächlichen Mischungsverhältnis angepasst werden.

Stellungnahme des Anbieters Verdener Keks- und Waffelfabrik, Verden

Kurzfassung:
Sie monieren, dass der Gewichtsanteil der schokolierten Stücke mit 43 % abgebildeten schokolierten Waffeln über dem tatsächlichen Inhalt von 35 % schokolierten Waffeln liegt.
Bei nächster Nachauflage werden wir auf der Vorderseite den Zusatz „Serviervorschlag“ deutlich sichtbar aufbringen.
Wir denken, dass wir mit dieser ergänzenden Angabe Ihrem Hinweis Rechnung tragen werden, da wir auch im Zuge der Quid-Regelung auf der Rückseite im Zutatentext einen Schokoladengehalt von 6 % angeben, der tatsächlich enthalten ist.
Die nächste Verpackungsauflage wird etwa im Juni dieses Jahres gedruckt werden.

Original-Stellungnahme des Anbieters

Status 

Der Hersteller teilt in seiner Stellungnahme mit, dass er nur einen Gewichtsanteil von 35 % Schokowaffeln beim Abfüllen vorgibt, jedoch künftig die Kennzeichnung mit dem Zusatz „Serviervorschlag“ ergänzen will. Ohne gleichzeitig auch die Fotos auf dem Etikett dem Inhalt anzupassen, reicht diese Ergänzung aus Sicht der Verbraucherzentrale nicht aus, um das Täuschungspotenzial zu beseitigen.

Stand 
12. Juni 2012