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Mehr Schwein als Hirsch: Verbraucherzentrale mahnt Hersteller von Hirschsalami ab

Die Greußner Salami- und Schinkenfabrik hatte ihre Wurst als „Delikatess Hirsch-Salami“ bezeichnet – obwohl das Produkt mehr Schweine- als Hirschfleisch enthielt. Darüber ärgerte sich eine Verbraucherin, der die Unstimmigkeit erst beim Blick auf die Zutatenliste auffiel. Sie meldete das Produkt bei Lebensmittelklarheit. Da die Expertinnen hier ebenfalls ein Täuschungspotenzial sahen, gaben sie den Fall an die Verbraucherzentrale Hessen weiter, die den Anbieter erfolgreich abmahnte.   

Aktualisierte Leitsätze bringen mehr Klarheit für Verbraucher

An erster Stelle der Zutatenliste stand Schweinefleisch, erst dahinter war „45 % Hirschfleisch“ aufgeführt. Nach den im Dezember 2015 aktualisierten Leitsätzen für Fleischerzeugnisse sollte das Fleisch einer „Hirschsalami“ allerdings ausschließlich vom Hirsch stammen. Für eine Wurst, die mehr Schweine- als Hirschfleisch enthält, sollte der Anbieter nach Ansicht der Verbraucherzentrale eine alternative Bezeichnung wählen, die Käufer nicht in die Irre führt.

Die Greußer Salami- und Schinkenfarbrik hat die Unterlassungserklärung unterschrieben und zugesichert, das genannte Produkt zukünftig nicht mehr unter der Bezeichnung „Hirsch-Salami“ anzubieten oder anbieten zu lassen.   

Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs sind nicht rechtsverbindlich. Sie beschreiben die Verkehrsauffassung und dienen Beteiligten aus Herstellung, Handel und Lebensmittelüberwachung als Grundlage für die Bewertung von Lebensmitteln. Auch bei rechtlichen Auseinandersetzungen werden die Leitsätze als Entscheidungshilfe herangezogen.

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