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Erfolgreich abgemahnt: Äpfel bei Lidl mit fehlerhafter Herkunftskennzeichnung

Auf der Preistafel wird ein Ursprungsland angepriesen, doch das Etikett auf dem Obstkarton verrät die wahre Herkunft: Bereits mehrfach haben sich Verbraucher bei Lebensmittelklarheit über Ungereimtheiten bei Herkunftsangaben von Obst in verschiedenen Discountern beschwert. Auch in einer Frankfurter Lidl-Filiale stimmten die Angaben auf der Preistafel nicht mit denen auf dem Apfelkarton überein. Laut der Werbetafel stammten die Früchte angeblich aus Neuseeland. Das Etikett auf dem Karton allerdings belegte: Tatsächlich wurden die Äpfel in Chile geerntet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat den Discounter daraufhin abgemahnt.

In einer Unterlassungserklärung hat sich die Handelskette dazu verpflichtet, in der Frankfurter Filiale chilenischen Äpfel nicht mehr mit der Herkunftskennzeichnung „Neuseeland“ zu bewerben.    

Herkunftskennzeichnung ist bei den meisten Obstsorten Pflicht

Bei den meisten frischen Obst- und Gemüsearten muss das Ursprungsland angegeben werden. Ausgenommen sind Früh- und Speisekartoffeln sowie einige Früchte und Nüsse, beispielsweise Bananen, Kokosnüsse und Datteln. Kennzeichnet der Händler bei diesen Früchten das Ursprungsland freiwillig, muss diese Kennzeichnung allerdings korrekt sein. Eine fehlerhafte oder missverständliche Kennzeichnung, wie in dem genannten Fall, ist nicht zulässig.

Verbraucher können bei Verdacht auf eine fehlerhafte Herkunftskennzeichnung auch die örtliche Lebensmittelüberwachung informieren. 

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