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Was im Dresdner Christstollen steckt

Dresdner Christstollen
© Tanja - Fotolia.com

Weihnachtsgebäck wie Aachener Printen, Nürnberger Lebkuchen und Dresdner Christstollen steht in der Adventszeit wieder hoch im Kurs. Die drei Bezeichnungen sind als sogenannte „geschützte geografische Angabe“ (g.g.A.) EU-weit rechtlich definiert. Damit gibt es enge Vorgaben, was die Rezeptur, den Herstellungsort und die Kennzeichnung betrifft. 

So muss der Dresdner Stollen laut einer EU-Verordnung in Dresden oder umliegenden Orten wie Pirna, Radeberg oder Freital hergestellt worden sein. Die gesamte Herstellung muss in dem genau abgegrenzten Gebiet erfolgen. Auch zur Rezeptur gibt es klare Vorgaben: Neben hellem Weizenmehl, Zucker und Butter oder Butterschmalz gehören Orangeat und/oder Zitronat, Sultaninen, Mandeln und Zitronenschalen in den Teig. Die Zugabe von künstlichen Aromen und Zusatzstoffen ist verboten. Als Mindestgewicht ist 500 Gramm festgelegt, die Form und Zuckerung sollte gleichmäßig sein.

Siegel "geschützte geografische Angabe"

Genaue Vorgaben zur Kennzeichnung

Zur Kennzeichnung gibt es ebenfalls Vorgaben, die über die allgemeinen rechtlichen Vorschriften für Lebensmittel hinausgehen. Der Schriftzug „Dresdner Stollen“, „Dresdner Weihnachtsstollen“ oder „Dresdner Christstollen“ muss auf der Oberseite der Verpackung als „dominierendes Kennzeichen“ aufgedruckt sein. Daneben sind das EU-Herkunftszeichen „geschützte geografische Angabe“ sowie die Angabe des Herstellerbetriebes vorgeschrieben.

Ähnlich detaillierte Vorgaben gibt es zu Aachener Printen, Nürnberger Lebkuchen und Lübecker Marzipan.  

Die „geschützte geografische Angabe“ ist eine von drei EU-Herkunftszeichen, die besondere, in der Regel traditionelle Spezialitäten vor Nachahmung schützen sollen. Noch strenger als die „geschützte geografische Angabe“ ist die „geschützte Ursprungsbezeichnung“. Hier müssen auch die Rohstoffe aus dem entsprechenden Gebiet stammen und alle Verarbeitungsschritte in der Region erfolgen. Beispiele für Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnungen sind der Allgäuer Bergkäse oder der Altenburger Ziegenkäse.

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Letzte Änderung 
13. Dezember 2018
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.