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Urteil: Werbung „bekömmlich“ auf Bier nicht erlaubt

Bierkasten
Bierkasten © v.poth - fotolia.com

Für Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent sind  gesundheitsbezogene Werbeaussagen verboten. Das regelt die „Health-Claims-Verordnung“, eine EU-Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln.

Auf dieser Grundlage beurteilte das Landgericht Ravensburg am 25. August 2015 die Werbung „bekömmlich“ für Bier als unzulässig, denn es wertet diese Angabe als gesundheitsbezogen.

Das Gericht erklärte, es reiche aus, wenn ein Zusammenhang des Lebensmittels mit der Gesundheit „suggeriert oder auch nur mittelbar zum Ausdruck gebracht“ werde. Das Wort „bekömmlich“ bringe in seiner Hauptbedeutung die Verträglichkeit für den Körper und seine Funktionen zum Ausdruck und weise damit objektiv – unabhängig von weiteren Erläuterungen – Gesundheitsbezug auf.

Der Verband Sozialer Wettbewerb e. V. hatte gegen die Brauerei Härle aus Leutkirch in Baden-Württemberg zunächst ein Verbot der Werbung „bekömmlich“ erwirkt, die das Landgericht Ravensburg mit dem aktuellen Urteil nun bestätigte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Lebensmittelklarheit.de freut sich über das konsequente Urteil: Gesundheitsbezogene Angaben gehören nicht auf alkoholische Getränke.

Letzte Änderung 
1. September 2015
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Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.