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Mehr Apfel als Tropenfrüchte: Saftanbieter muss Etikett ändern

Innocent Tropical Juice
Innocent Tropical Juice © Lebensmittelklarheit

Die innocent Alps GmbH darf ihre Saftmischung aus Apfel, Orange und diversen tropischen Früchten nicht mehr mit der Bezeichnung "Tropical Juice" oder "Tropische Früchte" verkaufen. Das hat das Landesgericht Salzburg nach einer Klage des österreichischen „Verein für Konsumenteninformation“ (VKI) entschieden. Das Urteil gilt zunächst für den österreichischen Markt. 

Nur 15 Prozent tropische Früchte enthalten

Der in der Kritik stehende Saft enthält laut Zutatenliste 50 Prozent Apfelsaft, 35 Prozent Orangensaft und nur 15 Prozent tropische Früchte, davon 12 Prozent Ananassaft. Doch der Name „Tropical Juice“ sowie die Abbildungen auf der Flasche vermittelten nach Ansicht des VKI den Eindruck, der Saft enthielte überwiegend tropische Früchte. Abgebildet waren eine Mango, eine halbe Maracuja sowie ein Stück Ananas.

Dieser Auffassung schloss sich das Landesgericht Salzburg und beurteilte die Produktdarstellung als irreführend. Die Produktdarstellung auf dem Etikett und in der Werbung suggeriere, es handle sich um ein Getränk, das aus Früchten tropischen Ursprungs bestehe. Dieser Eindruck sei unrichtig, wenn das Produkt in Wahrheit zu 85 Prozent nicht aus tropischen Früchten bestehe. Das Urteil ist rechtskräftig.

Auch im Portal Lebensmittelklarheit gibt es bereits seit 2013 regelmäßig Verbraucherbeschwerden zu dem Produkt. Wir verfolgen den Fall weiter und informieren gegebenenfalls über eine Änderung des Etiketts.

Letzte Änderung 
26. September 2018
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.