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Kinderlebensmittel: Verbraucher wünschen klare Regeln

Kind mit Löffel
©Roman Hense - Fotolia.com

Comicfiguren auf dem Joghurt, Bärengesichter auf der Wurst: Viele Lebensmittel sprechen in der Aufmachung besonders Kinder an. Doch ihre Zusammensetzung ist häufig alles andere als kindgerecht. Eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) zeigt nun: Verbraucher wünschen sich klare Regeln für solche Kinderlebensmittel. In der Befragung sprachen sich 83 Prozent der Teilnehmer für eine Obergrenze für Zucker, Fett und Salz in Kinderlebensmitteln aus.

Viel Zucker in Kinderlebensmitteln

Die Realität sieht allerdings anders aus: Laut Max-Rubner-Institut enthalten gerade Lebensmittel, die ihre Werbung an Kinder richten, häufig viel Zucker. So fanden die Wissenschaftler des Instituts in Frühstücksflocken für Kinder im Schnitt fast doppelt so viel Zucker wie in vergleichbaren Produkten für Erwachsene, nämlich 29,2 Gramm pro 100 Gramm. Der vzbv fordert die Bundesregierung auf, strengere gesetzliche Regelungen für Kinderlebensmittel aufzustellen und rät dazu, sich an den Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation zu orientieren. Danach sollten besonders zuckerhaltige Lebensmittel wie Süßigkeiten oder gezuckerte Softdrinks nicht an Kinder vermarktet werden dürfen. Für an Kinder vermarktete Joghurts empfiehlt die WHO eine Zucker-Obergrenze von 10 Gramm pro 100 Gramm. Frühstückscerealien für Kinder sollten laut WHO nicht mehr als 15 Gramm Zucker pro 100 Gramm enthalten.  

In der Verbraucherbefragung befürworteten 83 Prozent der Befragten die gesetzliche Festlegung solcher Obergrenzen. 15 Prozent der Teilnehmer waren dagegen und 2 Prozent machten keine Angabe. Für die repräsentative Umfrage von KantarEmnid im Auftrag des vzbv wurden im Dezember 2019 in Deutschland 1011 Verbraucherinnen und Verbraucher ab 14 Jahren befragt.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband: „Ungesunde Lebensmittel nicht an Kinder vermarkten“, Pressemitteilung vom 23.01.2020

 

Letzte Änderung 
30. Januar 2020
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Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.