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Geschwärzte Oliven nicht immer eindeutig gekennzeichnet

Geschwärzte Oliven
Geschwärzte Oliven © Fotolia.com - mariontxa

Wer schwarze Oliven kauft, sollte genau hinschauen. Neben grünen und schwarzen Oliven finden sich auch geschwärzte Oliven in den Regalen. Das ist zulässig, allerdings muss die Färbung für Verbraucher erkennbar sein. Eine Untersuchung des Hessischen Landeslabors von 29 Olivenproben zeigt allerdings: In der Praxis ist das nicht immer der Fall. Bei vier Produkten war auf den ersten Blick nicht erkennbar, dass es sich um geschwärzte Oliven handelt

Aufmachung der Oliven darf nicht täuschen

Unreife, grüne Oliven lassen sich besser ernten und verarbeiten als vollreife Oliven. Allerdings sind sie häufig weniger aromatisch als die reifen Früchte. Die reifen, dunkelviolett bis schwarzen Oliven sind daher in der Regel teurer als die grünen Früchte. Vielfach werden im Handel geschwärzte Oliven angeboten. Dazu werden die grünen Früchte mit Eisen-II-Gluconat (E579) schwarz gefärbt. Werden diese lose verkauft, ist der Hinweis, „geschwärzt“ vorgeschrieben. In drei Stichproben fehlte dieser Hinweis allerdings, die Früchte wurden als „schwarze Oliven“ verkauft.

Bei verpackten Oliven sind die Kennzeichnungsregeln weniger eindeutig. Der Hinweis „geschwärzt“ ist nicht ausdrücklich vorgeschrieben, allerdings darf die Aufmachung Verbraucher nicht irreführen. Das Hessische Landeslabor beanstandete eine Probe, die auf dem Etikett mehrfach als „schwarze Oliven“ bezeichnet wurden. Zudem war auf der Dose eine Abbildung von schwarzen Oliven am Baum zu finden.

Das Landgericht Duisburg hatte bereits im Jahr 2015 in einem ähnlichen Fall entschieden, dass geschwärzte grüne Oliven nicht als schwarze Oliven beworben werden dürfen. Die Auflistung des Stabilisators Eisen-II-Gluconat in der Zutatenliste reichte dem Gericht zur Aufklärung der Verbraucher nicht aus. Angesichts der eindeutigen Kennzeichnung als schwarze Oliven auf der Schauseite der Verpackung hätten Kunden gar keine Veranlassung, die kleingedruckte Zutatenliste auf der Rückseite zu lesen.

Insbesondere bei verpackten dunklen Oliven lassen sich geschwärzte Früchte kaum von natürlich gereiften Früchten zu unterscheiden. Natürlich gereifte Oliven haben im Gegensatz zur künstlich geschwärzten Frucht meist keine einheitliche und gleichmäßige Farbe. Sie sind in der Regel auch weicher und saftiger als gefärbte Produkte.

 

Letzte Änderung 
19. September 2018
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.

Kommentare

ich habe festgestellt, dass man die gefärbten Oliven relativ schnell erkennt.
zum einen an ihrer Form, sie sind immer genauso wie die grünen Oliven, halt nur schwarz.
Dann ist das Schwarz auch eher unnatürlich - dunkle echte Oliven sind eher dunkel bräunlich und auch etwas anders in ihrer Form.

Letzendlich bestätigt der Preis allerdings ob es sich um gefärbte handelt.
echte dunkle Oliven bekommt man nicht für 50 bis 80 Cent das Glas oder Dose.