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Forscher empfehlen Ampelkennzeichnung auf Lebensmitteln

© psdesign1 / Fotolia

Reichen Nährwerttabellen auf Lebensmittelverpackungen aus oder wäre eine Nährwertampel sinnvoll, um Verbraucher zu einem gesünderen Kaufverhalten zu motivieren? Diese Frage wird seit einigen Jahren diskutiert. Eine Studie der Universität Göttingen kommt nun zu dem Ergebnis, dass eine Ampelkennzeichnung Verbrauchern in vielen Fällen dabei helfen könnte, gesünder einzukaufen. Eine solche Kennzeichnung veranschaulicht Nährwerte wie Fett, Zucker oder Salz in Lebensmitteln anhand von Farben.

Im Supermarkt zählt oft die Intuition

Die Wissenschaftler werteten für ihre Studie 59 bereits veröffentlichte Forschungsarbeiten aus. Dabei untersuchten die Konsumforscher, welche Art der Nährwertinformation in welcher Situation hilfreich ist. Sie unterschieden dabei zwischen Situationen, in denen Verbraucher ihrer Intuition folgen und solchen, in denen sie gründlich nachdenken, um eine Entscheidung zu fällen. Die Studie zeigte, dass es von der jeweiligen Einkaufssituation abhängt, inwieweit eine Nährwertkennzeichnung die Kaufentscheidung beeinflusst.

Unter Zeitdruck möchten Verbraucher nicht rechnen

Verbraucher, die motiviert und ohne Zeitdruck einkaufen, nutzen der Studie zufolge detaillierte Informationen wie Nährwerttabellen, um sich zu entscheiden. In den meisten Fällen bevorzugten die Probanden allerdings vereinfachte Darstellungen, bei denen sie weder vergleichen noch rechnen mussten. Laut Studienleiter Steffen Jahn erleichtern Ampelkennzeichen die Informationsverarbeitung und seien daher in vielen Einkaufssituationen das am besten geeignete Format.

Die Verbraucherzentralen setzen sich seit Jahren für eine Ampelkennzeichnung ein. Laut EU-Lebensmittelinformationsverordnung ist sie zwar unter bestimmten Bedingungen auf freiwilliger Basis möglich, aber nicht verpflichtend.  

Quelle: Pressemitteilung der Universität Göttingen vom 23.01.2018

Letzte Änderung 
27. März 2018
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