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Erfolgreich abgemahnt: Werbung mit dem Reinheitsgebot von 1516 auf Weizenbier

Weizenbier - Weissbier
© BillionPhotos.com - Fotolia.com

Nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 durfte Bier nur aus Wasser, Hopfen und Gerste hergestellt sein, nicht mit Weizenmalz. Erst später gab es einige Privilegien und Regelungen, die auch Weizen oder weitere Getreidearten zur Malzherstellung zuließen.

Dennoch bewarb die Brauerei Erdinger Weißbräu ihr Weißbier mit der Aussage: „Getreu dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516“.

Es ist in Ordnung, Weizenbier mit dem Reinheitsgebot zu bewerben, allerdings nicht mit der Jahreszahl 1516. Aktuell wird die Durchsetzung des Reinheitsgebotes durch das Vorläufige Biergesetz vom 29. Juli 1993 geregelt. Untergäriges Bier darf nur aus Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser gebraut werden. Für obergäriges Bier (dazu zählt Weißbier oder Weizenbier) ist auch die Verwendung von anderem Malz zulässig.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mahnte die Firma erfolgreich ab, nachdem sich Verbraucher über die Werbung beschwert hatten.

Auch bei Lebensmittelklarheit ist eine Meldung dazu eingegangen.

Die Brauerei Erdinger Weißbräu hat gegenüber der Verbraucherzentrale inzwischen eine Unterlassungserklärung abgegeben und zugesagt, künftig nicht mehr mit der Jahreszahl „1516“ zu werben. Dafür wird Erdinger eine Aufbrauchfrist bis zum 31. Juli 2016 gewährt.

Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: Verbraucherzentrale mahnt irreführende Werbeaussage ab. Bayerisches Reinheitsgebot von 1516: Nur ohne Weizen rein. Pressemeldung vom 25.02.2016

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Letzte Änderung 
3. März 2016
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Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.