Fragen & Antworten

Zucker und Fruchtzuckergehalt in Marmeladen

Frage

Hallo, mein Mann und ich wundern uns über den Zuckergehalt in Marmeladen, die aus 75 % Frucht bestehen. Woraus besteht der Zuckergehalt? Vergleicht man diese 75 % igen Marmeladen mit welchen, die nur 50 % Frucht enthalten, ist oft kein Unterschied bei den Kilolalorien festzustellen. Wir blicken einfach nicht durch. Vielleicht können Sie uns da Durchblick verschaffen. Wo bekommen wir eine Marmelade, die weniger Zucker enthält und auch der Kalorienanteil nicht so hoch ist.? Wir würden uns sehr über eine Aufklärung freuen.

 

Antwort

Ein hoher Zuckergehalt ist bei Marmelade, Konfitüre und auch bei Fruchtaufstrich üblich. Das Charakteristikum von Marmeladen, Konfitüren oder Gelees ist, dass sie neben Früchten viel Zucker enthalten. Ein Teil des in der Nährwerttabelle aufgeführten Zuckers stammt allerdings aus den Früchten selbst.  

Wir haben uns einige Produkte angeschaut und bei den üblichen Konfitüren zwischen 50 und 60 Gramm Zucker gefunden. Bei den Fruchtaufstrichen, die mit einem hohen Fruchtgehalt von 70 bis über 75 Prozent werben, lag der Zuckeranteil in der Nährwerttabelle oft um die 40 Prozent, teilweise aber auch deutlich niedriger.
Die Nährwertkennzeichnung unterscheidet dabei nicht zwischen zugesetztem und aus Früchten stammendem Zucker. Sie weist grundsätzlich den gesamten Zuckeranteil aus.

Wirklich niedrig – also eher bei 10 bis 20 Prozent – ist der Zuckeranteil nur, wenn Zucker durch kalorienarme Süßungsmittel ersetzt wurde. Solche Produkte können Sie vereinzelt im Supermarkt, in Reformhäusern oder im Internet finden. Sie sind an der Kennzeichnung „mit Süßungsmittel“ oder „mit Zucker und Süßungsmitteln“ zu erkennen. 

Zum Teil werben Hersteller von Fruchtaufstrichen mit einem hohen Fruchtanteil und verwenden Zutaten wie „Fruchtsüße“ oder Fruchtzucker. Auch diese enthalten jedoch viel Zucker. 

Verbraucher, die auf den Zuckergehalt von Lebensmitteln achten, sind auf der sicheren Seite, wenn sie sich die Nährwerttabelle anschauen. Dort wird die Menge alle Zuckerarten im Lebensmittel zusammengezählt – egal aus welcher Zutat sie stammen. 

Nach Ansicht der Verbraucherzentralen sollten Lebensmittel mit Süßstoffen oder Zuckeraustauschstoffen eher selten und in geringem Maß verwendet werden. Besser ist es aus unserer Sicht, mit zuckerreichen Lebensmitteln sparsam umzugehen, statt Zucker durch süß schmeckende Zusatzstoffe zu ersetzen.

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