Fragen & Antworten

Käserinde aus Plastik

Frage

Ich habe heute erst gesehen, dass es Käse im Verkauf gibt, dessen "Rinde" aus Plastik besteht! Bei Schnittkäse ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand diese Plastikhaut mit isst, extrem groß. Das Plastik ist auf der Verpackung deklariert, aber wer liest das? Warum ist das um Himmels willen erlaubt? Und dann müsste ja wenigstens die Kunststoffsorte angegeben sein. Meiner Meinung nach gehört das verboten, und zwar sofort.

Antwort

Die Verwendung künstlicher Käserinden ist bei einigen Käsesorten üblich. Wir stimmen Ihnen allerdings zu, dass dies für den Verbraucher deutlich sichtbar sein muss.

Lebensmittelrechtlich dürfen für den Überzug von Käse nur gesundheitlich unbedenkliche Kunststoffe verwendet werden. Konkret heißt es in der EU-Bedarfsgegenständeverordnung: „Materialien und Gegenstände […] sind so herzustellen, dass sie unter den normalen oder vorhersehbaren Verwendungsbedingungen keine Bestandteile auf Lebensmittel in Mengen abgeben, die geeignet sind, die menschliche Gesundheit zu gefährden.“ Die künstliche Käserinde ist aber zu entfernen, denn für den Verzehr ist sie nicht vorgesehen und auch nicht geeignet.

In der Käseverordnung ist geregelt, dass Käse mit Kunststoffrinde mit dem Hinweis "Kunststoffüberzug nicht zum Verzehr geeignet" kenntlich gemacht werden muss, auch an der Käsetheke. Dabei ist allerdings nicht vorgeschrieben, an welcher Stelle auf dem Etikett der Anbieter den Hinweis aufdrucken muss.

Aus unserer Sicht sollte der Hinweis, dass die Rinde eines Produkts nicht essbar ist, deutlich sichtbar und gut auffindbar sein.

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Ingo W.
02.11.2017 - 17:06

oh man...

Einige Käsesorten wie Edamer, Butterkäse oder Tilsiter werden häufig schon zu Beginn der Reifung in Kunststofffolie verpackt. Andere, wie Emmentaler oder Gouda, werden nach der Reifung mit Paraffinen, Wachs oder Kunststoff überzogen. Diese "zweite Haut" ist nicht essbar und das sieht man doch auch...
wenn mir eine Rinde so leuchtend GELB entgegenspringt, merkt doch wohl jeder "Moment, nicht essen" und wenn doch mal etwas in den Magen gerät... vollkommen egal... Wachs! Paraffin (mein Gott- ist doch auch in Zäpfchen enthalten)!
und was soll der Quatsch mit der Angabe der Kunststoffsorte ????
"Käserinde nicht zum Verzehr geeignet, weil aus Wachs oder alten Autostoßstangen" ?
oder " die rote Farbe der Umhüllung der Babybe..... Käsestücken gibt an, dass diese Umhüllung nicht essbar ist, weil wir diese aus Wachs hergestellt haben und wir nicht mehr genau wissen, wo wir dieses her haben. " ;-)

G5 db
29.09.2020 - 22:11

...Ziemlich ignorant, die Antwort von "Herrn W.", finde ich. Schade, dass nicht schon viel früher darauf reagiert wurde. ...Schädliche Stoffe gelangen permanent in und an unsere Lebensmittel. Daran haben wir uns leider schon viel zu sehr gewöhnt. Die Agrar- und Lebensmittelindustrie macht es sich einfach und billig; die Kunststoff- und Chemieindustrie sahnt ab. Sicher, es gibt größere Probleme als künstliche Käserinde. Trotzdem liegt auch da etwas im Argen. Denn es macht sich nicht jeder Mensch ausreichend bewusst, dass diese Stoffe nicht gegessen werden dürfen. Ich denke hier an Kinder, die schnell einfach mal nach Schulschluss den Kühlschrank plündern, um ihren großen Hunger zu stillen oder an alte und kranke Menschen, die andere Probleme haben, als über Rinde-Reste an ihrem Käse nachzudenken. Und selbst wenn die Konsumenten diese Materialien vor dem Verzehr des Inhaltes abschneiden, bleiben Reste am Lebensmittel zurück und Partikel werden mit dem Messer sogar noch am Käse oder der Wurst verteilt. Prost Mahlzeit, kann man da nur sagen! Was davon wohl alles im Verdauungstrakt hängen bleibt? Von den nachfolgenden Umweltproblemen mal abgesehen! Denn die Substanzen dürften zum Teil kaum biologisch abbaubar sein und verteilen sich so im Boden, im Wasser und die mikroskopischen Fasern sogar mit dem Wind über den ganzen Planeten. Und darum wäre eine eindeutige Hinweispflicht das Mindeste! Und auch wenn ich jetzt manchem als Panikmacher erscheine - seis drum.

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