Fragen & Antworten

Birkenzucker aus Mais

Frage

Ich habe Xylitol gekauft. Auf der Vorderseite steht groß “Edle Süße Birkenzucker”. Darunter ist dann der Hinweis “Süßungsmittel auf Maisbasis”. Das heißt, das Produkt lobt Birkenzucker aus, besteht aber nur aus Xylitol auf Maisbasis. Birkenzucker wird aus Birkenholz oder manchmal aus Birken- und Buchenholz hergestellt. Wieso darf ein Produkt Birkenzucker ausloben, obwohl es zu 100 Prozent aus Mais besteht? Für mich eine klare Verbrauchertäuschung.

Antwort

Bei Xylitol handelt es sich um ein Süßungsmittel, dass als Zusatzstoff mit der E-Nummer E 967 und der Bezeichnung „Xylit“ zugelassen ist. Verschiedene Pflanzen, wie Blumenkohl oder Pflaumen enthalten natürlicherweise Xylit, allerdings in sehr geringen Mengen.

Industriell wird Xylit meist aus Xylose (sogenannter „Holzzucker“) hergestellt. Xylose kommt unter anderem in Birkenholz vor. Daher wird Xylit umgangssprachlich auch „Birkenzucker“ genannt und auf Verpackungen mit diesem Namen beworben. Neben Birken dienen jedoch auch viele andere Rohstoffe als Ausgangsstoff für die Xylit-Synthese. Meist werden landwirtschaftliche Reststoffe wie Maiskolben oder Getreidekleien verwendet. Mittels chemischer Verfahren wird schließlich Xylit hergestellt. Allerdings kann Xylit auch biotechnologisch mit Hilfe von Mikroorganismen aus Glukose (Traubenzucker) gewonnen werden.

Wir können Ihre Verärgerung nachvollziehen, denn immer wieder erreichen uns Beschwerden, weil Verbraucher bei einem Produkt namens Birkenzucker einen besonders natürlichen Süßmacher aus der Birke erwarten. Wir sehen den Namen „Birkenzucker“ daher kritisch. Informationen über den Herstellungsprozess beziehungsweise über die jeweils verwendeten Ausgangsstoffe müssen Anbieter grundsätzlich nicht geben, sie können damit aber gegebenenfalls ein Täuschungspotenzial reduzieren.

Denn eine Verpackungsgestaltung kann unserer Rechtsauffassung nach durchaus irreführend sein, wenn beispielsweise neben dem Namen „Birkenzucker“ zusätzlich Birken abgebildet sind, das Süßungsmittel aber nicht aus Birken stammt. Für die Beurteilung einer Irreführung ist immer die Gesamtaufmachung eines konkreten Lebensmittels entscheidend.

Hinweis: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden in der Regel nicht aktualisiert.

Der leichtsprachliche Text wurde übersetzt von:
Isabella von Luxburg,
luxburg@leichtzulesen.org,
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Der Text wurde geprüft durch die Prüflesegruppe:
Menschen mit Lernschwierigkeiten Zentrum Leichte Sprache Allgäu,
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Selda
19.05.2021 - 17:46

So Wurst ist das nicht Herr Doktor. Ich habe noch von keiner gentechnisch veränderten Birke gehört. Bei Mais ist das Gang und Gäbe.

Dr. Schiwago
12.02.2019 - 11:18

Es ist doch völlig Wurst, woraus Xylitol hergestellt wird. Das Produkt "Xylitol" ist immer exakt dasselbe. Der Ausgangsstoff ist weder erkennbar noch erschmeckbar.

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