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Würze und Gewürzmischung

Kann in Würze und Gewürzmischung Glutamat enthalten sein?

Frage

In einem TV-Spot für Würstchen wurde damit geworben, dass die Produkte gänzlich ohne Geschmacksverstärker auskommen. In der Zutatenliste könnte jedoch unter dem Sammelbegriff „Gewürzmischung“ und "Würze (aus Milch)" Glutamat versteckt sein – man kennt so etwas ja mit der Zutat "Hefe-Extrakt". Entspricht die Werbung der Wahrheit?

Antwort

Hersteller werben auf dem Produktetikett gerne mit Formulierungen wie „ohne geschmacksverstärkende Zutaten“ oder „ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker“. Das bedeutet: Die Produkte enthalten zwar nicht den Zusatzstoff Glutamat, häufig aber glutamatreiche Zutaten. Dazu zählen neben Hefeextrakt auch Würzen.

Würzen werden durch chemische oder enzymatische Spaltung von Protein (Eiweiß) aus proteinhaltigen pflanzlichen (zum Beispiel Mais, Weizen, Soja) oder tierischen Rohstoffen hergestellt. Würzen sind in flüssiger, pastenförmiger oder trockener Form erhältlich. Sie werden als Speisewürze, Suppenwürze oder – bei Herstellung aus Soja – als Sojasoße bezeichnet und sollen den Geschmack von Suppen, Fleischbrühen und anderen Lebensmitteln beeinflussen.

Da die eiweißreichen Rohstoffe hohe Gehalte an proteingebundener Glutaminsäure aufweisen, entstehen bei der Herstellung von Würzen geschmacksverstärkend wirkende Glutamate.

Gewürzmischungen sind dagegen Mischungen, die ausschließlich aus Gewürzen, also aus Pflanzenteilen wie Blüten, Früchten, Rinden, Wurzeln und Samen bestimmter Gewürzpflanzen, bestehen.

Nach Auffassung der Verbraucherzentralen sollten Hersteller ihre Produkte nicht mit der Aussage „ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe“ oder ähnlichen Aussagen bewerben, wenn diese glutamatreiche Zutaten wie Hefeextrakt und Würze enthalten.

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Letzte Änderung 
4. Dezember 2018