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Mindesthaltbarkeitsdatum löst sich ab

MHD
© Verbraucherzentrale Hessen

Frage

Mich würde interessieren, wie es sich mit preisschildähnlichen Etiketten als Träger des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) verhält. Meist sind diese nicht gut befestigt oder der Etikettenklebstoff versagt im Kühlschrank seinen Dienst. Gibt es Vorgaben bezüglich der Dauerhaftung des MHD? Ein abgefallenes Etikett ist für mich gerade bei lange haltbaren Konserven ärgerlich, weil ich dann nicht weiß, ist das MHD noch nicht erreicht oder bereits seit mehreren Jahren überschritten. Aus diesem Grund wandern bei mir regelmäßig Konserven in den Müll, was eine unsägliche Verschwendung ist.

Antwort

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gehört zu den Pflichtangaben auf fast allen verpackten Lebensmitteln. Die Lebensmittelinformationsverordnung schreibt vor, dass diese Angaben auf der Verpackung oder dem Etikett gut lesbar und dauerhaft anzubringen sind.

Angaben, die mit der Zeit verblassen, oder sich ablösende Etiketten genügen aus Sicht von Lebensmittelklarheit nicht den Anforderungen der Vorschrift. Diese Auffassung wird auch in juristischer Fachliteratur vertreten. Hier gibt es allerdings unterschiedliche Ansichten darüber, wie lange das MHD lesbar bleiben muss. Vereinzelt ist zu lesen, dass es genüge, wenn die Unverwischbarkeit während „der üblichen Verweildauer im Handel einschließlich des Verkaufes und des Transports zum Endverbraucher“ gegeben ist.

Nach Ansicht von Lebensmittelklarheit sollte das MHD aber während der gesamten Lebensdauer des Lebensmittels lesbar bleiben.

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Letzte Änderung 
12. Juli 2021