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Kaninchenkeulen aus China

Dürfen Produkte aus dem Ausland das Siegel der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft tragen?

Frage

Ich habe Kaninchenkeulen mit einem goldenen DLG-Siegel gekauft. Das Identitätskennzeichen auf der Rückseite gibt aber an, dass die Kaninchenkeulen aus China stammen. Dürfen ausländische Produkte mit dem Siegel der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft ausgezeichnet werden?

Antwort

Das DLG-Siegel ist kein Herkunftskennzeichen und wird auch an internationale Produkte vergeben.

Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft zeichnet Lebensmittel mit den DLG-Prämierungen Gold, Silber und Bronze aus. Teilnehmen können Hersteller und Handelsunternehmer. Dazu müssen sie ihre Erzeugnisse zum Prüfverfahren anmelden. Die wichtigsten Zulassungsvoraussetzungen sind, dass die Erzeugnisse den einschlägigen gesetzlichen nationalen Bestimmungen, EU-Bestimmungen und den DLG-Prüfbestimmungen genügen. Außerdem müssen sie aus der laufenden Produktion stammen. Es gibt jedoch keine Einschränkungen für die Herkunft der Produkte.

Bei der Prüfung der Lebensmittel steht die sensorische Analyse im Vordergrund, unter anderem Geschmack, Geruch und Konsistenz. Außerdem werden chemische, mikrobiologische und physikalische Tests durchgeführt. Auch Verpackung und Kennzeichnung werden in das Prüfverfahren eingeschlossen.

Erfüllt die Kaninchenkeule alle Testkriterien fehlerfrei, erhält sie das goldene Siegel. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Produkt aus Deutschland, Europa oder China stammt.

Das Identitätskennzeichen kennzeichnet übrigens den Betrieb, der das Produkt zuletzt bearbeitet oder verpackt hat. Es sagt nichts über das Ursprungsland, das Bundesland oder den Ort aus, aus dem die Rohstoffe stammen.

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Letzte Änderung 
15. November 2018