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Ist Ascorbinsäure kein Konservierungsmittel?

Frage

Auf einer Dosensuppe steht "ohne Konservierungsstoffe laut Gesetz", als Zutaten wird jedoch unter anderem Ascorbinsäure genannt. Das ist meiner Meinung nach ein Konservierungsstoff. Liege ich falsch?

Antwort

Tatsächlich wird Ascorbinsäure als Antioxidationsmittel eingesetzt und nicht als Konservierungsmittel. Zwar können beide Zusatzstoffklassen die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern. Sie unterscheiden sich aber in ihrer Wirkweise und werden auch lebensmittelrechtlich unterschieden:

Konservierungsstoffe verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln, indem sie vor den schädlichen Auswirkungen von Mikroorganismen schützen, beispielsweise die Vermehrung von Krankheitserregern im Lebensmittel verhindern.

Antioxidationsmittel hingegen schützen ausschließlich vor den schädlichen Auswirkungen der Oxidation, verhindern beispielsweise das Ranzigwerden von Fett oder Farbveränderungen.

Die entsprechende Zusatzstoffklasse muss in der Zutatenliste genannt werden, beispielsweise „Antioxidationsmittel Ascorbinsäure“ oder „Antioxidationsmittel E300“.

Verbraucheranfragen zeigen, dass es beim Hinweis „ohne Konservierungsstoffe“ immer wieder zu Missverständnissen kommt und viele Konsumenten auch keine Antioxidationsmittel im Produkt erwarten, denn beide Zusatzstoffe verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Verbraucherfreundlicher wäre es aus unserer Sicht, wenn Anbieter auf den Hinweis verzichten, wenn sie Antioxidationsmittel zusetzen.

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Letzte Änderung 
4. Dezember 2020

Kommentare

Nun gut. Der Hersteller muss nicht zwingend selbst den Zusatzstoff Ascorbinsäure zugesetzt haben. z.B. werden Kartoffeln so zwar nicht haltbar gemacht, aber die Farbe verändert sich halt nicht. Und wenn dann der Hersteller z.B. diese Kartoffeln in einer Suppe verwendet, hat der Zusatzstoff im Endprodukt überhaupt keine Wirkung mehr. Der hersteller der Suppe kennzeichnet aber diesen Zusatzstoff. Alles richtig gemacht!