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Herkunftsangabe bei Miesmuscheln

Auf Miesmuscheln steht die Herkunftsangabe Dänemark, Niederlande und Irland. Ist das zulässig?

Frage

Mir ist bei einer Packung Miesmuscheln die Verbraucherinformationen zur Herkunft ins Auge gesprungen: Die Miesmuscheln könnten sowohl aus Dänemark, den Niederlanden oder aus Irland stammen. Ist das zulässig?

Antwort

In welcher Art und Weise die Herkunft von Miesmuscheln angegeben werden muss, hängt davon ab, ob die Muscheln aus Fischerei oder aus Aquakultur stammen. Diese Angabe muss ebenfalls auf der Verpackung stehen. Nach Angaben des Fischverbandes stammen die in Deutschland erhältlichen Miesmuscheln zu 95 Prozent aus Aquakultur. 

Bei Muscheln aus der Fischerei muss der Anbieter das Fanggebiet angeben, zum Beispiel „Nordostatlantik“ oder „Nordsee“.

Bei Muscheln aus Aquakultur muss er das Land nennen, in dem sich das Erzeugnis während einer abschließenden Aufzuchtphase von mindestens sechs Monaten befunden hat. Nach Angaben des Fischverbandes werden Miesmuscheln aus verschiedenen Ländern je nach Fleischanteil sortiert und gemischt, um einen bestimmten Fleischanteil zu erhalten. In diesem Fall muss mindestens das Herkunftsland angegeben werden, aus dem mengenmäßig der größte Anteil der Muscheln stammt, sowie ein Vermerk, dass das Erzeugnis aus verschiedenen Aufzuchtländern stammt. Es ist aber auch möglich, alle Herkunftsländer anzugeben.   

Die von Ihnen gekauften Miesmuscheln stammen offenbar aus Aquakultur. Die von Ihnen beschriebene Kennzeichnung dürfte daher die rechtlichen Vorgaben erfüllen.  Um dies sicher einschätzen zu können, müssten wir die gesamte Verpackung und Aufmachung beurteilen. 

 

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Letzte Änderung 
21. April 2021