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Gesetzliche Regelung für den Hinweis "Serviervorschlag"

Gibt es eine gesetzliche Vorschrift für die Angabe „Serviervorschlag“?

Frage

Gibt es eine gesetzliche Vorschrift für die Angabe „Serviervorschlag“ auf oder neben Abbildungen auf einer Verpackung?

Antwort

Es gibt keine gesetzliche Vorschrift für die Verwendung der Angabe „Serviervorschlag“. Im Allgemeinen handelt es sich um einen bildlichen Vorschlag für die Zubereitung oder das Anrichten eines Lebensmittels. Der Hersteller möchte dadurch in der Regel darauf hinweisen, dass nicht alle abgebildeten Lebensmittel in dem Produkt enthalten sind, sondern diese noch ergänzt werden können.

Der Hinweis „Serviervorschlag“ kann sinnvoll sein. Beispielsweise wenn Käsescheiben zusammen mit Weintrauben und Nüssen abgebildet sind. Verbraucher können dann davon ausgehen, dass keine Nussstückchen oder ähnliches enthalten sind, sondern dass der Käse geschmacklich gut zu Weintrauben und Nüssen passt.

Teilweise wird der Begriff jedoch überstrapaziert. Es ist beispielsweise unsinnig, wenn auf einer Kekspackung Kekse auf einem Teller abgebildet sind, darauf hinzuweisen, dass es sich um einen Serviervorschlag handelt. Denn niemand wird davon ausgehen, dass der Teller in der Packung enthalten ist.

Aus unserer Sicht sollten Hersteller daher umsichtiger mit der Kennzeichnung „Serviervorschlag“ umgehen. Sie sollten sie nur dann verwenden, wenn sie wirklich angebracht ist und den Hinweis dann an einer gut sichtbaren Stelle und gut lesbar platzieren.

Außerdem dürfen Abbildungen auf Verpackungen grundsätzlich nicht über den Inhalt täuschen. So zeigte eine repräsentative Verbraucherbefragung im Rahmen des Projektes Lebensmittelklarheit, dass der Aufdruck „Serviervorschlag“ die Wahrnehmung von Produktabbildungen und damit die Erwartungen an enthaltene Zutaten kaum verändert.

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Letzte Änderung 
30. Oktober 2019

Kommentare

Genauso unsinnig ist es aber, wenn man bei einer Käsepackung davon ausgeht, dass Trauben und Nüsse enthalten sind, nur weil diese abgebildet sind. Dafür kann der Verbraucher doch die Zuatenliste einsehen.

Der Bergader-Opi wird doch auch nicht in jeder Packung erwartet ?