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Geschmack im Hugo

Woher kommt der "Holunderblüten- und Limettengeschmack"

Hugo Getränk
© wideworld - fotolia.com

Frage

Bei bisher allen "Hugos" mit 6,9% Alkoholgehalt fand ich bei den Inhaltsstoffen folgenden Hinweis: "Aromatisiertes weinhaltiges Getränk mit Holunderblüten- & Limettengeschmack". Leider konnte ich bisher nicht herausfinden, ob es sich nun um natürliche Aromen aus Holunderblüten und Limetten handelt, oder der "Geschmack" aus künstlichen Aromen hergestellt wird. Woran kann ich erkennen, ob es sich um ein rein natürliches Produkt handelt, welches mit Holundersirup aromatisiert wurde oder welche Ausgangsstoffe geschmacksbildend sind.

Antwort

Alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent sind durch die EU-Lebensmittelinformationsverordnung von der Pflicht zur Angabe eines Zutatenverzeichnisses befreit. Dadurch haben Sie keine Möglichkeit zu erfahren, wie dieses Getränk zusammengesetzt ist und woraus sich der Geschmack ergibt.

Welche Erzeugnisse für die Aromatisierung und Süßung verwendet werden dürfen, regelt die EU-Verordnung über aromatisierte Weinerzeugnisse. Erlaubt sind Aromastoffe, Aromaextrakte, Würzkräuter, Gewürze und geschmackgebende Lebensmittel sowie diverse süßende Zutaten wie Zucker, Traubenmost und Honig. Entscheidend ist, dass sich das Endprodukt in Geschmack und Geruch von Wein unterscheidet.

Der Geschmack im "Hugo“ kann also sowohl synthetischen als auch natürlichen Ursprungs sein, leider ohne dass dies genauer gekennzeichnet werden muss. Angaben wie "mit ...-Geschmack" oder "aromatisiert“ beschreiben lediglich, inwiefern sich das Erzeugnis geschmacklich von Wein unterscheidet.

Die Art der Aromatisierung erfahren Sie nur, wenn Hersteller beispielsweise mit der Angabe  "mit Holunderblütenextrakt“ werben.

Unserer Einschätzung nach ist es verständlich, dass Verbraucher auch bei alkoholhaltigen Getränken amZutatenverzeichnis erkennen möchten, wie das Lebensmittel tatsächlich zusammengesetzt ist. Daher sollte die Ausnahmeregel der EU-Lebensmittelinformationsverordnung für die Kennzeichnung von Zutaten bei alkoholischen Getränken mit mehr als 1,2 Alkohol Volumenprozent baldmöglichst entfallen.

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Letzte Änderung 
28. Juni 2017