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Dürfen Süßigkeiten als magnesiumreich beworben werden

Dürfen Süßigkeiten wie Kekse oder Schokolade damit werben, dass sie aufgrund ihrer Zutaten zum Beispiel einen hohen Magnesium-Gehalt haben?

Butterkeks
© Stefano Neri - Fotolia.com

Frage

Dürfen Süßigkeiten, wie Kekse oder Schokolade (die also nicht per se gesund sind) damit werben, dass sie aufgrund ihrer Zutaten einen hohen Magnesium-Gehalt haben? Zum Beispiel "enthält Magnesium / Magnesium-Quelle /von Natur aus reich an Magnesium"?

Antwort

Enthält das Lebensmittel eine signifikante Menge an Magnesium, ist es grundsätzlich zulässig, mit einer solchen Angabe zu werben. Die Health-Claims-Verordnung sieht allerdings vor, dass die EU-Kommission Nährwertprofile für verschiedene Lebensmittelgruppen festlegt, die als Voraussetzung für die Verwendung nährwertbezogener Angaben gelten sollen. Damit soll verhindert werden, dass beispielsweise besonders fett- oder zuckerreiche Lebensmittel durch die Aussagen gesünder erscheinen, als sie tatsächlich sind. Bis heute hat die Kommission solche Nährwertprofile nicht festgelegt.

Aus unserer Sicht ist die Festlegung entsprechender Nährwertprofile überfällig. Im Portal wurden bereits Lebensmittel gemeldet, die mit einer nährwertbezogenen Angabe werben, obwohl sie aufgrund ihres hohen Fettgehalts nicht als ernährungsphysiologisch günstig eingestuft werden können. Die Verbraucherzentralen fordern daher, dass endlich Nährwertprofile festgelegt werden, die bereits seit Anfang 2009 ausstehen. Ohne Nährwertprofile bieten nährwert- oder gesundheitsbezogene Angaben keine sinnvolle Verbraucherinformation.

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Letzte Änderung 
10. Dezember 2020