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Darf ein veganes Produkt mit Buttergeschmack werben?

Woher stammen die natürlichen Aromen?

© photocrew - fotolia.com

Frage

Ich habe ein „verfeinertes Rapskernöl“ gekauft, das als „vegan“ und „mit Buttergeschmack“ gekennzeichnet ist. Wie kann es sein, dass ein veganes Produkt mit Buttergeschmack werben darf? In der Zutatenliste ist „natürliches Aroma“ genannt. Woher stammen die natürlichen Aromen?

Antwort

Das verwendete „natürliche Aroma“ stammt nicht aus Butter. Aus Butter stammendes Aroma würde als „natürliches Butteraroma“ gekennzeichnet.

Die Kennzeichnung „Mit Buttergeschmack“ ist zulässig und aus Sicht der Verbraucherzentrale lediglich ein Hinweis darauf, wonach das Produkt schmecken soll. Klarer wäre aus unserer Sicht, wenn der Hinweis „aromatisiert“ gemeinsam mit der Bezeichnung auf der Schauseite stehen würde.

Übrigens gibt es bislang keine rechtsverbindliche Definition des Begriffes „vegan“. Allerdings haben sich die Verbraucherschutzminister der Bundesländer im April 2016 auf Kriterien geeinigt, die vegane Lebensmittel erfüllen sollten. Dieser Definition zufolge dürfen vegane Lebensmittel keine Zutaten – einschließlich Aromen – enthalten, die tierischen Ursprungs sind. An dieser Definition orientiert sich auch die Lebensmittelüberwachung.

Woher die verwendeten Aromen stammen, lässt sich nur vermuten. Natürliche Aromastoffe werden häufig biotechnologisch mit Hilfe von Enzymen oder Mikroorganismen wie Hefen oder Bakterien gewonnen. Auch Diacetyl – die Substanz, die für das typische Butteraroma verantwortlich ist – wird meist mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt. Ihnen bleibt die Möglichkeit, beim Hersteller nachzufragen. Dieser ist jedoch nicht zur Auskunft verpflichtet.

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Letzte Änderung 
7. Oktober 2016