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Herkunftsangaben auf fleischhaltigen Lebensmitteln gewünscht

Die Mehrheit der Teilnehmer an unserer Umfrage will wissen, woher das Fleisch in verarbeiteten Lebensmitteln stammt

© franckito - depositphotos

Seit dem 1. April 2015 ist auf unverarbeitetem Fleisch eine Herkunftsangabe verpflichtend. Verbraucher erfahren nun, wo das Tier aufgezogen und geschlachtet wurde.

Ob ein Herkunftshinweis zukünftig auch auf verarbeiteten Lebensmitteln mit Fleisch vorgeschrieben sein soll, ist derzeit aber noch in der Diskussion. Diese Kennzeichnung könnte Fleischerzeugnisse wie Wurst und Schinken betreffen, aber auch beispielsweise marinierte Steaks, Lasagne und Geschnetzeltes bis hin zu Salami-Pizza und Hühnersuppe mit sehr geringem Fleischanteil.

In der Umfrage interessierte uns deshalb, auf welchen Erzeugnissen eine Herkunftsangabe für Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung wichtig ist.

Hier das Ergebnis:

  • 45 Prozent der Teilnehmer (457 Stimmen) wünschen sich eine Herkunftskennzeichnung auf allen Lebensmitteln, sobald Fleisch – auch in geringen Mengen – enthalten ist.
  • 16 Prozent (163 Stimmen) finden eine Herkunftskennzeichnung auf Fleisch(erzeugnissen) und Lebensmitteln wichtig, die Fleisch in wesentlicher Menge enthalten, z.B. Lasagne.
  • Für 13 Prozent (132 Stimmen) reicht eine Kennzeichnung auf unverarbeitetem Fleisch aus.
  • 9 Prozent (91 Stimmen) möchten, dass sowohl Fleisch als auch Fleischerzeugnisse wie Wurst und Schinken eine Herkunftskennzeichnung tragen.
  • 17 Prozent (173 Stimmen) der Teilnehmer finden die eine Herkunftskennzeichnung für Fleisch nicht erforderlich.

Es wird deutlich, dass eine Herkunftskennzeichnung auf unverarbeitetem Fleisch für viele Verbraucher nicht ausreicht. Etwa 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sprechen sich für eine Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln aus.

An der nicht repräsentativen Umfrage auf Lebensmittelklarheit.de nahmen 1016 Personen teil. Die Abstimmung lief vom 24.04.2015 bis 18.06.2015.

Einschätzung der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale setzt sich für eine verbesserte Herkunftskennzeichnung ein. Die Angabe gehört nicht nur auf Rohwaren, sondern auch auf verarbeitete Erzeugnisse!

Letzte Änderung 
Donnerstag, Juni 18, 2015